In bestimmten Lebensaltern werden bestimmte Nahrungsinhaltsstoffe wichtig. „In der zweiten Lebenshälfte benötigt der Organismus mehr Vitamin D und auch mehr Kalzium, aber auch Jod für die Schilddrüse. Umgekehrt ist während der Schwangerschaft eine proteinreiche Kost sinnvoll“, sagte Prof. Huber in Linz und meint: „Manche Nahrungsmittel haben gezielte Effekte, deren man sich bei gesundheitlichen Problemen bedienen kann. So kommt den Omega-3-Fettsäuren, die im Fischöl enthalten sind, ein entzündungshemmender Effekt zu, der zur Vorbeugung der Verkalkung und degenerativer Erkrankungen genutzt werden kann. Auch die Salicylsäure, die seit langem medizinisch etwa in der Schmerz- und Rheumatherapie verwendet wird, ist in vielen Pflanzen enthalten, eine der Erklärungen, warum gemüsereiche Kost so gesund ist“, sagte Huber.
Die Ergebnisse einer großen europäischen Studie zeigen, dass jemand, der nie raucht, nicht deutlich übergewichtig ist, sich regelmäßig körperlich bewegt sowie ausgewogen und gesund ernährt, ein knapp 80 Prozent geringeres Risiko hat, chronisch zu erkranken. Huber: „Alles, was wir essen und trinken, beeinflusst direkt Leistungsfähigkeit und Konzentration.“ Zwei wesentliche Punkte gilt es zu beachten:
1) Energiebilanz im Blick haben: Wer mehr Kalorien (Energie) zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zwangsläufig zu; wer weniger Energie zuführt, als er verbraucht, nimmt ab. Vorsicht: Kalorienzufuhr nicht radikal reduzieren, das fördert den Jo-Jo-Effekt.
2) Das richtige Maß an Nährstoffen: (siehe Ernährungspyramide) Regelmäßig essen, nicht einfach zwischendurch und unkontrolliert. Als Nebenmahlzeiten eignen sich eine Portion Obst oder Gemüse und eine Portion Eiweiß (etwa drei Nüsse). Bei Hauptmahlzeiten sollte der Teller zur Hälfte mit Gemüse, zu je einem Viertel mit Eiweiß (z. B. Käse, Nüsse, Fisch, Fleisch) und Kohlenhydraten (z. B. Brot, Nudeln, Reis) gefüllt sein. Sich zum Essen Zeit nehmen und es genießen.