ePaper | 
Anmelden
 |  A A A

 
Linz  -2°C ·  Freistadt  -6°C ·  mehr Wetter »
Ratgeber  > Gesundheit

Tattoos mit dem Laser löschen

Bild vergrößern Tattoos mit dem Laser löschen

Nach jeder Laserbehandlung verblasst die Tätowierung ein wenig mehr. Oft sind zehn und mehr Sitzungen notwendig.   Bild: dpa, colourbox, Montage: OON Grafik

Der Laser lässt unliebsame Tattoos verblassen oder sogar ganz verschwinden. Garantien dafür gibt es aber nicht. Und die Prozedur dauert im Normalfall mindestens ein Jahr.

Schnell ist ein „Arschgeweih“ (horizontales Muster im Steißbereich) oder der Name des Partners unter die Haut gestochen. Wenn die einst modische Tätowierung nur noch nervt oder die „ewige Liebe“ zu Silvi, Mausi oder Lukas doch ein Ablaufdatum hatte, hilft der Laser.

Schnell geht das freilich nicht: Bei einem professionell gestochenen Tattoo müssen die Betroffenen mit acht bis zwölf Behandlungen rechnen, die jeweils fünf bis 30 Minuten dauern. Bei Laien-Tattoos reichen oft schon drei bis vier Anwendungen. Danach ist UV-Bestrahlung (Sonnenlicht, Sonnenstudio) zu meiden.

Zwischen den einzelnen Sitzungen liegen mindestens vier Wochen. Je länger sich die Sache hinzieht, umso größer sollten auch die zeitlichen Abstände (bis zu 12 Wochen) sein. Denn je heller das Tattoo wird, um so mehr Energie braucht der Laser, um Erfolge zu erzielen, und umso mehr strapaziert er die Haut.

Immunsystem hilft mit

„Wir verwenden einen Neodym:Yag-Laser, speziell für Tätowierungen und Hautpigmente. Der Laser zertrümmert die Farbpartikel in viele kleine Stücke, die dann vom Immunsystem erkannt und abtransportiert werden“, erklärt Rolf Fröhlich, Spezialist für Lasertherapie und Facharzt für Unfallchirurgie in Linz.

Die moderne Methode bedeutet einen großen Fortschritt gegenüber früher verwendeten Rubin-Lasern, die Tätowierungen herausbrannten. Einen Haken hat die Bio-Methode des Neodym:Yag-Lasers aber doch: Sie funktioniert nur, wenn das körpereigene Immunsystem intakt ist. Was HIV- und Hepatitispatienten ausschließt. Auch Schwangere will Fröhlich nicht behandeln, weil noch nicht sicher ist, ob und wie die Farbe, die über Haut, Leber und Niere ausgeschieden wird, sich auf das Ungeborene auswirkt.

Farben verblassen

Generell gehen Schattierungen schneller weg (oft schon nach einer Sitzung) als kräftige Linien. Letztere verblassen nach jeder Anwendung, werden übrigens auch dann noch nach und nach heller, wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wurde. „Ich mache das seit fünf Jahren. In dieser Zeit konnte ich 70 Prozent der Tattoos komplett entfernen. Manchmal dauert das aber 20 Sitzungen“, so Fröhlich.

Behandlung schmerzt

Der Einsatz des Lasers ist schmerzhaft – etwa so wie das Tätowieren. Betäubende Salben (zum Beispiel Emla-Creme) haben sich nicht bewährt, weil sie zu viel Laser-Energie abfangen. Vor der Anwendung muss gründlich desinfiziert werden, denn es entstehen kleine Blutpunkte, die nach acht bis zehn Tagen jedoch narbenlos abheilen.

Blau und Schwarz entfernt der Laser mit 164 Nanometern, Rot mit 532 Nanometern. Letztere Längenwelle erfasst auch körpereigene Pigmente (Altersflecken). Dort wo das Tattoo entfernt wurde, können deshalb hellere Stellen entstehen, die sich nach ein bis drei Jahren jedoch wieder anpassen.

Kosten sind hoch

Zumeist kostet das Stechen eines Tattoos nur einen Bruchteil von dessen Entfernung: Die Preise pro Laserbehandlung beginnen in Oberösterreich bei zirka 70 Euro und hängen von der Größe der Tätowierung ab (zum Beispiel 180 Euro für eine 15 mal 15 cm große Fläche).

Die Preise variieren je nach Anbieter und sind immer mit der Anzahl der Sitzungen zu multiplizieren. Manchmal wird eine Probebehandlung angeboten (zum Beispiel 45 Euro), die zeigt, ob und wie gut der Laser beim betreffenden Kunden wirkt.

4 Kommentare
@9951 · von davidoff · 11.11.2009 12:45 Uhr

Ihr Positng ist aber auch nicht besser.

 
sollte es · von klaus9951 · 11.11.2009 12:48 Uhr

auch nicht sein! Heißt aber SO!! Ich kann nicht beurteilen ob´s auch zutrifft

 
Die Schweizer sagen dazu · von klaus9951 · 11.11.2009 12:41 Uhr

Nuttenstempel

 

Weitere Artikel aus Gesundheit
Dem „Warum“ auf der Spur
Wir fünf Abnehmwilligen begaben uns gemeinsam mit Psychologin Birgit Wille-Wagner auf Spurensuche. Wer warum isst und wie wir uns in Zukunft sehen, so lauteten die Fragen, denen wir in unserer ersten Psychologie-Stunde nachgegangen sind.   mehr mehr
Sinn und Unsinn des Body-Mass-Index
Der Taillenumfang spielt eine wesentlich größere Rolle für die Gesundheit als der seit Jahren verwendete „Body-Mass-Index“, kurz BMI genannt. Das haben Münchner Mediziner jetzt mit einer Studie belegt.   mehr mehr
Kauf mich, iss mich!
Die Verführung ist bunt, süß und lauert überall: Vornehmlich im Supermarkt. Sie kennzeichnet sich durch dreistellige Kalorienangaben auf 50 Gramm-Packungen und schmeckt verboten gut. Darum kauft die OÖN-Abspeckrunde nun nur noch nach einer Einkaufsliste ein.   mehr mehr
Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müßen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail - Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1? : 


Zuletzt kommentiert    mehr »
  • Der ORF wäre wohl die einfachste
    von eulenauge, 10.03.2010 07:24 Uhr
    Einsparung - der geht keinem ab außer den weißen Elefantenherden: Und die sind nur durch Konkurs...
  • auf die prämie...
    von feelgood40, 10.03.2010 07:21 Uhr
    noch eine prämie: und wie honoriert man einen lehrer, der mit einer prämie ausgestatteten ist, und...
  • Bei der Verwaltung - also den Öffentlichen
    von eulenauge, 10.03.2010 07:21 Uhr
    Abkassierern mit ihren wohl (kriminell) erworbenen "Rechten" - wird nix eingespart: So ganz tabulos...
  • Haltlose Wichtigtuerei - wo sind die...
    von Steuergeldsparer, 10.03.2010 07:20 Uhr
    Virtuelle Wetten über Hunderennen sind genauso wenig Betrug wie andere Wetten. Bei uns in Österreich...
  • Der Punkt ist eher, daß es völlig unzeitge-
    von eulenauge, 10.03.2010 07:16 Uhr
    mäß ist, der Eisenbahn an unbeschrankten Übergängen den Vorrang einzuräumen: Die soll gefälligst...
  • Eine aussichtslose Belastungswelle
    von gegenstrom, 10.03.2010 07:15 Uhr
    Meiner Meinung nach lassen sich die, besonders im letzten Jahr, angehäuften Schulden niemals...
 
 
 
Anzeigen:  Karriere · Immobilien · Motormarkt · Reisemarkt · Servicemarkt · Anzeigen A-Z · Kontakte · Trauer · Glückwünsche · Inserieren