Die Worte „Diät“ und „Speck“ passen nicht zusammen? Irrtum! Man kann mit Speck abspecken! Peter Haudum in Helfenberg zum Beispiel, der vielerlei Speckspezialitäten erzeugt, bietet seit Jahren auch „Diätspeck“ an. „Das ist die Karree-Rose, sichtbares Fett wird vor dem Pökeln entfernt, dann wird vorsichtig geräuchert, damit der Speck saftig bleibt.“ So entsteht eine Art Lachsschinken. „Er hat“, sagt Haudum, „wenn überhaupt, zwei Prozent Fett. Da kann keine Wurst mithalten.“
Auf die Diätspeck-Idee kam Haudum nicht, weil er ans Abnehmen dachte, sondern weil seine Kinder vom Speck das Fett immer weggeschnitten haben. Die gleiche Erfahrung hat Fleischermeister und Speckerzeuger Johann Höglinger-Zalto in Kirchberg ob der Donau mit seiner Tochter gemacht. „Sie hat das Fett entfernt, ihr jüngerer Bruder aber fast nie. Ich hab dann eine Ärztin gefragt, ob das Fett vielleicht für Kinder ungesund sei. Sie hat gesagt, dass Kinder, im Gegensatz zu Erwachsenen, noch spüren, ob sie mehr Energie brauchen, und dann essen sie halt mehr Fett. Ich solle mir keine Sorgen machen, solange mein Sohn nicht zu dick wird.“
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