„Ich berate oft und gerne Bräutigame und hecke mit ihnen ein kleines Drehbuch für den Heiratsantrag aus“, sagt Hochzeitsplanerin Gabi Socher. Einen pauschalen Rat, was bei der Angebeteten ankommt, gebe es nicht, denn das sei sehr individuell. Das Allerwichtigste sei, sich in die Frau hineinzudenken: Was tut ihr gut? Womit kann ich sie überraschen? Liebt sie es traditionell, modern, natürlich? „Manche Braut träumt davon, in Großformat im Kino oder im Fußball-Stadion auf der Leinwand vor allen Leuten gefragt zu werden. Andere lehnen das völlig ab und wollen diese Frage im ganz privaten Rahmen gestellt bekommen“, sagt die Hochzeitsplanerin.
Der Bräutigam sollte sich gut überlegen, womit er der Braut eine Freude machen kann, was sie an ihm mag. Dann sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Drei Paare aus Oberösterreich haben das schon hinter sich und erzählen von einem der schönsten Momente in ihrem Leben.
Eine Kutsche und weiße Pferde
Martina und Günter Dutzler aus Weichstetten sind seit eineinhalb Jahren verheiratet: „Es war soooo romantisch“, schwärmt Martina Dutzler von dem Heiratsantrag, den sie am 7. Oktober 2009 von ihrem Günter – einem gebürtigen Weichstettner – bekommen hat. „Eigentlich sollte es ja die Feier unseres vierten Jahrestages sein. Günter sagte, das Taxi würde uns schon erwarten.“ Doch statt des Taxis wartete vor dem Haus in Wien eine große Kutsche mit zwei prächtigen Pferden. Das Liebespaar ließ sich zu einem Restaurant kutschieren. „Vor dem Lokal ist Günter plötzlich vor mir gekniet und hat mich gefragt, ob ich ihn heiraten möchte. In seiner Hand hat er eine Schatulle mit einem Ring gehalten“, erzählt Martina. „Natürlich hab’ ich gleich Ja gesagt. Und: Es war mir völlig egal, dass der Ring zu groß war.“ Die darauffolgende Nacht konnte Martina vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen. „Nur mein Mann schlief tief und fest – er war völlig fertig von den ganzen Geheimnistuerei.“ Geheiratet wurde übrigens ein Jahr später in der Pfarrkirche in Weichstetten.
Liebesbotschaft via Video im Lokal
Magdalena (26) und Jürgen (28) aus Leonding heiraten im Juni 2012.
„Meine Verlobte wollte mit ihrer Freundin ins Café Walker in Linz gehen. Ich sagte, dass ich einen Star-Trek-Abend mit meinem Freund in Asten machen wollte“, sagt der 28-Jährige. Dabei hatte er schon längst alles eingefädelt: Einen Tisch für die Freundinnen reserviert, von dem aus sie einen guten Blick auf eine Leinwand hatten, die er vorher klammheimlich aufgebaut hatte. „Plötzlich ging der Beamer an und ein Video war zu sehen. Unser gemeinsames Lied ,Nothing else matters’ von Metallica wurde gespielt. Dazu wurden ihre besonderen Eigenschaften eingeblendet. "Ich dachte mir im ersten Augenblick, da bekommt jemand einen Heiratsantrag mit unserem Lied!“, sagt die 26-jährige Magdalena. Dann folgten ein paar Fotos von ihr höchstpersönlich – eine Liebeserklärung in Bildern. In diesem Augenblick weinte Magdalena – vor Glück. Und da kam auch schon ihr Jürgen herbeigeeilt, kniete sich vor sie hin und stellte ihr jene Frage, die sie nur mit einem klaren Ja beantworten konnte.
Heiratsantrag auf „Venezianisch“
Erich (54) und Sylvia Braunreiter aus Wels: seit drei Jahren verheiratet.
„Meine Frau wollte immer schon gern einmal nach Venedig. Dass sie dort auch ihren Heiratsantrag bekommen würde, davon ahnte sie nichts“, sagt Erich Braunreiter. Die erwachsenen Töchter aus erster Ehe waren heimlich nachgereist. Sie sollten ein Transparent mit der Aufschrift „Sylvia, willst du mich heiraten?“ im richtigen Moment von einer bestimmten Brücke rollen. „Als der Gondoliere unter der Brücke durchfuhr, waren meine Kinder nicht da! Die saßen im Café und haben die Zeit übersehen, sahen uns vorbeifahren. Sie mussten erst einen weiten Umweg laufen, um auf die Brücke zu kommen“, erzählt der Welser. Schließlich sagte der Gondoliere: „Signora, schauen Sie!“ Und da standen die Kinder und haben das Transparent gehalten! „Vor lauter Staunen hat meine Frau ganz aufs Ja-Sagen vergessen“, sagt Braunreiter. Seine Kollegen meinten schon vorher, das seien unlautere Mittel, da könne man nicht Nein sagen. „Aber ich bin eben auf Nummer sicher gegangen.“

* scheidungsrate um die 50 %
* bedarf an single-wohnung stetig steigend
* patchwork-familien (partnerwechsel)werden immer mehr
* single-portale feiern rekord-zuwächse
* abhängigkeitsfaktor der frauen fällt weg
heute kniet ER vor ihr um zu bitten: "bitte, HEIRATE mich !"
morgen um zu flehen: "bitte, net soviel UNTERHALT zahlen" !
fazit:
investierts in SINNVOLLERES, denn die rosa brille wird bald von der zornesröte im gesicht abgelöst...
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