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Mann in der Krise, weil Krise im Mann

Der Mann sei in der Krise, tönt es immer lauter. Bücher, Filme, Medien tun das ihre zum Krisendiskurs dazu. Was steckt hinter der Krise des Mannes? Die Krise der Weltwirtschaft gar? Ein Gespräch mit der Berliner Philosophin, Feministin und Journalistin Ines Kappert.

4 Kommentare 14. Februar 2009 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
Thoma.s (2)
27.02.2009 13:28 Uhr
Vielleicht ein paar Antwortversuche

„Erst seit kurzem ist uns bewusst, daß Männer nicht von Natur aus Gewinner sind und daß es nur sehr wenige glückliche Männer gibt. Männer und Frauen sind beide Opfer einer Art zu leben und Beziehungen zu führen, die dringend der Korrektur bedarf“. S. 23.
„Zu oft waren Männer nichts als ein unbedeutendes Rädchen im Getriebe riesiger Industriekonzerne und hatten weder Freude an ihrer Arbeit noch beflügelte diese ihr Selbstwertgefühl“. S. 39.
„Kurz : Eine Grundannahme des Feminismus war, daß die Männer sich hervorragend fühlten. Das aber war eine grenzenlose, um nicht zu sagen sträfliche Vereinfachung des Sachverhalts“. S. 39.
Quelle : Steven Biddulph, Männer auf der Suche)

„Die Realität vieler Männer wäre eher mit der Begriffskette umschrieben : Schweigen-Verdrängen-Sollen-Handeln“ (Externalisierungsverhalten). S. 118.
(Quelle : Björn Süfke, Männerseelen).

Weiterhin lesenswert : R. Kopp-Wichmann, „Frauen wollen erwachsene Männer“ (kein "Frauenversteherbuch"!)

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Baublies (1)
27.02.2009 10:06 Uhr
Wer schickt die Männer in diese Männlichkeit ?

Die Argumentation von Frau Kappert kann ich uneigeschränkt akzetieren,und obwohl Rentner kämpfe ich in meiner Partnerschaftt mit einem neuen Selbstbild vor "Augen" und dem polteernden "Helden" in mir und gegen meine Frau.Ist eine dialogische Welt wirklich nur eine Aufgabe "der Patriarchen" oder nicht doch ein Gemeinschftswerk der Geschlechter? Wie kann man mit "Verwundeten" eine zukunftsfähigere Wirklichkeit aufbauen ohne die Frauen als Krankenschwestern in einem Männerlazaret zu mißbrauchen? Das sind Fragen auf die ich noch keine Antworten habe,aber Auseinandersetzungsbedarf. Hans Joachim Baublies

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Kerry (1)
26.03.2009 09:40 Uhr
Wer schickt die Männer in diese Männlichkeit?

Hallo Hans Joachim,
Wunden brauchen Zeit zu heilen u.die muß sein.
Dazu darf jeder sich zurückerinnern,wie der
Anfang einer Beziehung war,was jetzt verschüttet ist,kann wieder an die Oberfläche.
Wenn beide ihre belastenden Anteile anerkennen,kann Vergebung stattfinden.Geduld mit sich u.dem Partner ist ganz wichtig und immer wieder den ersten Schritt wagen.Deine innere Wut(poltern)hat eine Ursache,finde sie heraus.(Verlustangst?)Wichtig ist,dass keiner mehr den Anderen verurteilt,sondern versucht zu verstehen.Seit gut zu Euch und laßt Euch Zeit.Grüße Kathrin

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Thoma.s (2)
27.02.2009 09:34 Uhr
Ist die Krise des Mannes wirklich real oder nur ein – vielleicht gewolltes - soziales Konstrukt?

„Wir wissen, daß Männer sich jahrtausendelang gegenseitig bewundert haben und auch von Frauen bewundert wurden, vor allem wegen ihrer Aktivität. Früher verließen sich Männer, ebenso wie Frauen, auf Männer, wenn es darum ging, gefährliche Orte zu erkunden, mit Mut Wasserfälle zu überwinden oder einen wilden Eber zu jagen. Alle wussten, daß Frauen und Kinder ruhig schlafen konnten, solange die Männer diese Arbeit gut machten. Inzwischen sind aus den Ebern zahme Hausschweine geworden und die reißenden Flüsse zum künstlichen Wasserfall im Hof des Mudeum of Modern Art. Die Aktivität, für die Männer einst geliebt wurden, wird nicht mehr benötigt. Heute werden Männer noch immer für ihren beeindruckenden Unternehmungsgeist geliebt : auf weite Ozeane hinauszusegeln, auf felsigem Boden durch harte Arbeit eine Farm aufzubauen, sich ein neues Geschäfte einfallen zu lassen und es geschickt auszuführen, Pionierarbeit zu leisten, Dinge zu tun, die noch nie zuvor getan wurden.“

(Robert Bly)

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