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Online scheiden, online trauern

Partnerbörsen im Internet gibt es wie Transistoren in der CPU, weshalb es nur eine Frage der Zeit war, bis auch das Gegenteil auftaucht: die Trennungsagentur. Bernd Dressler heißt der deutsche Geschäftsmann, der die Plattform www.trennungshilfe24.de betreibt. „Wir nehmen die Betroffenen an der Hand und ebnen den Weg in ein neues Leben“, erklärt Dressler. Ein Expertenteam schneidert gegen Geld eine individuell zugeschnittene Hilfestellung.

Um sich nur ja nicht dem Vorwurf des Beziehungstorpedos auszusetzen, dürfte Dressler auch Rettungsservices für angeschlagene Beziehungen betreiben (www.verzeih-mir24.de und www.komm-zurueck24.de). Was die Ösis davon haben? Dressler sucht Lizenznehmer. Einen ganzen Ordner mit „Schlussmach“-Anfragen aus Österreich habe er bereits. Was für ein Job für aussteigewillige Kuppler(innen).

Neu in Österreich ist auch das Service für www-Trauer (www.emorial.at). Warum zum Grabstein pilgern, wenn die Internet-Gruft so nahe liegt? „Es ist schade, wenn von einem ausgefüllten Leben nur ein Grab und eine Schublade Fotos übrig bleiben“, sagt der Münchner Martin Kunz, Mitbegründer von „emorial“. Kleine Notizen auf dem Erinnerungsportal sind kostenlos, für 19 Euro lassen sich Memorials mit Texten, Bildern, Musik und Videos anlegen. „Eine Investition in die Ewigkeit, denn das Internet bietet wunderbare Möglichkeiten, die Erinnerung an Angehörige aufrechtzuerhalten“, so Kunze.

Mag ja stimmen. Aber für 19 Euro bekommt man viele Kerzen. Die wirken wunderbarerweise wärmer.

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Artikel 29. Oktober 2008 - 00:00 Uhr
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