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Laut neuer Studie ist unsere Jugend selbstverliebt und fremdenfeindlich

Wie denken Jugendliche? Dieser Frage ging das Institut für Jugendkulturforschung in einer Studie nach. Das Ergebnis: Viele der 400 befragten Burschen und Mädchen (16 bis 19 Jahre) sind fremdenfeindlich und glauben, Armut sei selbst verschuldet.

Laut neuer Studie ist unsere Jugend selbstverliebt und fremdenfeindlich

Eine aktuelle Studie stellt dem Nachwuchs ein schlechtes Zeugnis aus. Bild: Image Source

Außerdem hat die Lehre bei Österreichs Jugend einen schlechten Stellenwert: Mehr als die Hälfte der Befragten (50,7 Prozent) ist davon überzeugt, „wer keine Matura hat, ist am Arbeitsmarkt heute nichts mehr wert“.

Für 39,8 Prozent der 16- bis 19-Jährigen ist gute Bezahlung wichtiger als die Selbstverwirklichung im Beruf. Zudem ist ihnen ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger als berufliche Karriere (65,5 Prozent). Dieses Bedürfnis rührt laut Studienleiterin Beate Großegger daher, dass Österreichs Jugend generell stark verunsichert ist.

Angst sei auch beim Thema Zuwanderung vorherrschend. 40 Prozent der Jugendlichen stimmten bei der Umfrage der Aussage zu, dass in Österreich zu viele Türken leben. Zuwanderer sehen viele als lästige Konkurrenz.

Als besonders bedenklich bezeichnet Großegger die Tatsache, dass rechtsextremes Gedankengut vermehrt auf Zustimmung stößt. So sei etwa jeder fünfte Jugendliche der Meinung, dass Juden zu viel Einfluss auf die Wirtschaft haben. Manche würden sogar offen sagen, Hitler hätte viel Gutes für die Menschen getan.

Insgesamt sind viele Jugendliche laut Studie stark auf sich selbst und ihren eigenen Erfolg bezogen. Für die meisten Befragten gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied. Faulheit und Mangel an Willenskraft werden am häufigsten als Gründe für Armut in Österreich genannt (36 Prozent).

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Artikel 15. Dezember 2011 - 00:04 Uhr
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