ePaper | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Freitag, 25. Mai 2012, 02:21 Uhr Linz  18°C ·  Enns  17°C ·  mehr Wetter »
Ratgeber  > Essen & Trinken

Gut sind auch die einfachen Weißen 2011

Erste Weiße 2011 (abgesehen von Junkern/Jungweinen, die gibt’s seit November und sollten getrunken sein) sind von fast allen Winzern gefüllt. Vorderhand meist erst die einfacheren Weine und doch schaut’s schon gut bis sehr gut aus. Die besten Lagenweine brauchen noch ein paar Wochen oder Monate.

So wie ich in der Vorwoche endete, beginne ich auch heute – mit Weinen aus dem Wagram.

Die Rieden des Winzers Leopold Blauensteiner in Gösing (02738 / 21 16) liegen mit 300 bis 350 Metern relativ hoch. Da sind die Nächte etwas kühler, die Säureausbeute ist deshalb höher und so musste Blauensteiner im generell säureschwachen Jahrgang 2011 seine Weine nicht nachsäuern. Wie bei allen Winzern sind auch hier die Weine alkoholischer als im Vorjahr, die Trauben waren sehr reif, viel Zucker musste in Alkohol umgewandelt werden. Der Chardonnay Ferrara zum Beispiel hat gut 15 % Alkohol, zu viel für meinen Geschmack, obwohl der Wein nicht brandig wirkt: *(*), 7,50 Euro. Da gefallen mir seine Weine mit 13,5 % Alkohol schon deutlich besser: Veltliner Essenthal, **(*), 7,50 Euro; Riesling Gmirk, sehr fein, diskret fruchtig, einladende Pfirsichnase, gute Länge, ***, 7,80 Euro. Der Sauvignon blanc Lanner wirkt in der Nase zwar relativ leer, wohl ein vorübergehender Füllschock, am Gaumen aber recht schön Holunder und Stachelbbeere, **(*), 7,80 Euro.

Josef Fritz in Zaussenberg (02278 / 25 15) wirkt beim Diskutieren über seinen Veltliner Schafberg 2011, als hätte er ein bisserl Zweifel, ob’s nicht g’scheiter gewesen wäre, diesem Wein ein bisserl Apfelsäure zuzusetzen. „Wenn man mit dem säurebetonten Jahrgang 2010 vergleicht, da hatte dieser Veltliner 6,5 Säure, ist’s halt ein anderer Wein“, sagt er. Stimmt. Aber gut ist der 2011er trotz nur 5,7 Säure, etwas kräftiger und fruchtiger halt als üblich, ein kleines Pfefferl schmecke ich auch: ***, 6,50 Euro. So wie auch bei anderen Wagramwinzern kündigt sich auch bei Fritz schon mit dem einfachen Roten Veltliner „Wagramterrassen“ – 13 % Alkohol, **(*), 7,50 Euro – an: Sein hochklassiger Roter Veltiner Steinberg könnte noch mehr Trinkvergnügen bieten, vorausgesetzt, der Alkohol wird nicht zu arg hoch.

Höchstwertung: ****

Mehr weiße 2011-Tipps folgen nächste Woche.

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 10. Februar 2012 - 00:04 Uhr
Peter Hirsch
Bild vergrößern Peter Hirschs Weinkarte

Josef Fritz  Bild: hipe

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 2? : 


Meistgelesene Artikel   mehr »