„Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Mutter auf unserem Bauernhof im Mühlviertel immer Pastinaken angesetzt hat. Die kamen im Winter in den Erdkeller und wurden nach und nach verkocht“, erzählt Elisabeth Grabmer, Haubenköchin in der Waldschänke in Grieskirchen.
Wie es kam, dass die Pastinaken Jahrzehnte in Vergessenheit geraten konnten, weiß niemand so recht. Dabei gedeihen Pastinaken recht leicht, ähnlich wie Karotten selbst auf kargem Boden, und sind obendrein sehr gesund.
Gesundes Essen
Der hohe Anteil an ätherischen Ölen verleiht dem Gemüse ein feinwürzig süßliches Aroma. In der Volksmedizin hat die Pastinake einen ausgezeichneten Ruf. Die im Gemüse enthaltenen Öle lindern Magenschmerzen, Verdauungsbeschwerden und sollen sogar bei Schlafstörungen beruhigend wirken. Hervorzuheben ist obendrein ihr hoher Gehalt an Kalium und Karotin, zudem ist sie reich an Kohlehydraten und Ballaststoffen. Ihre Rückkehr in die Kochtöpfe trat die Pastinake zuallererst in der Spitzengastronomie an. Und Englands Haubenkoch Jamie Oliver gilt seit jeher als erklärter Pastinaken-Fan.
Geschmacklich sind die Pastinaken eine Mischung aus Karotten, Petersilwurzeln und Erdäpfeln. Die gelben Wurzeln schmecken süßlich und sehr würzig. „Die Pastinake ist sehr süß. Deshalb verwende ich sie niemals alleine, sondern mische sie gerne mit Erdäpfeln. Sehr gut eignen sie sich auch in der Mehlspeisküche. Pastinaken- statt Karottentorte ist sicherlich ein heißer Tipp“, sagt Grabmer.
Pastinaken-Karottensuppe
Zutaten: 600 g Pastinaken, 200 g Karotten, Salz und Pfeffer, etwas Olivenöl, 60 ml Schlagobers, 1,5 Liter Gemüsesuppe, 1 Knoblauchzehe, 1 Schalotte oder kleine Zwiebel, 1 gehäufter TL Kurkuma, 1 gehäufter Teelöffel Curry.
Zubereitung: Zwiebel und Knoblauch klein hacken, in Olivenöl anschwitzen. Pastinaken und Karotten klein geschnitten dazugeben, mit der Gemüsesuppe aufgießen und den Curry dazugeben. Dann alles 20 bis 30 Minuten weich garen.
Danach die Suppe pürieren, mit Schlagobers verfeinern, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Pürierstab aufschäumen. Serviert wird das Süppchen mit etwas Olivenöl und Kurkuma.
Wo kaufen?
Pastinaken sind ein typisches Wintergemüse, weil sie sich im Keller bis zu sechs Monate lagern lassen. Beim Kauf sollten sie sich fest anfühlen und keine braunen Flecken haben. Vor der Verarbeitung unbedingt waschen und dünn schälen. Derzeit werden sie auf fast allen Wochenmärkten und auch in den Supermärkten angeboten.
Doch man kann sie natürlich auch selbst ansetzen. Ab Mitte März kann man damit beginnen und das frische Saatgut ein bis zwei Zentimeter tief aussäen. Ende September können die Pastinaken geerntet werden – und das sogar bis zum nächsten Frühjahr.
Wie verwenden?
Pastinaken können sowohl roh als auch gekocht gegessen werden. Roh sind sie klein geschnitten im Salat sehr würzig. Ideal sind sie auch für Gemüsecremesuppen, Pürees und Kuchen. Als Würze reichen meist Salz und Pfeffer. Püriert ist das Gemüse perfekt für Babynahrung, da es beruhigend auf den Verdauungstrakt wirkt. Pastinaken-Püree passt außerdem gut zu Wild und Rindfleisch. Das Gemüse vor Gebrauch unter fließendem Wasser mit einer Bürste reinigen und gegebenenfalls schälen. Pastinaken sind weicher als Karotten, somit ist die Kochzeit des Gemüses auch etwas kürzer.
„Die Pastinake galt in unseren Breiten bis in die 70er-Jahre als Grundnahrungsmittel. “ - ja, wo ?
Ich kann mich kaum an den Namen erinnern, kann's nicht so weit her sein mit der weiten Verbreitung.
Pastinaken in Scheiben oder Spalten schneiden, auf ein Backblech legen und mit ein wenig Öl und Honig bestreichen. Backen bis sie weich sind, eventuell etwas Salz drüber und fertig!
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