Optisch und auch inhaltlich beeindruckt Österreichs renommiertestes Gourmetmagazin „Falstaff“ mit der Premierennummer 1/2010: Nach dem Relaunch sei „alles neu, eleganter und sinnlicher“ wie Herausgeber Wolfgang Rosam stolz anmerkt.
Seit 30 Jahren gibt es das Magazin. Es hat, weil es weit über den österreichischen Tellerrand hinausschaut, in der Wein- und Gourmetszene das gesamten deutschsprachigen Raumes einen guten Ruf. „Wir setzen wegweisende Maßstäbe im Wein- und Gourmetjournalismus“, sagt Rosam, ein Freund großer Worte.
Inserate gibt es nicht wenige auf den 250 Seiten, und nicht alle sind in die Liga „Gourmet“ einzureihen. Aber zum Lesen gibt’s für den interessierten Feinschmecker und Weinfreund auch reichlich. Was mir besonders gefällt, ist die Mischung der Themen: Zum Teil hochgestochen, wie sich’s für ein edles Gourmet-Wein- und Genießermagazin internationalen Zuschnitts gehört: sechs Seiten Hummer und neun Seiten Kaviar zum Beispiel. Dazu aber gibt’s auch feine Kontrapunkte: acht Seiten über die inneren Werte unserer Schlachttiere, wobei auch Kutteln die ihnen auch in der feinen Küche zustehende große Rolle spielen dürfen.
Aktuelle, interessante Restaurant-Tipps und -Wertungen in Österreich gibt es einige im Magazin. Dass Oberösterreich nicht vertreten ist, überrascht leider nicht. Es tut sich halt in der Spitzengastronomie des Landes wirklich seit Jahren nicht viel.
Warum die olympischen Winterspiele ausführlich vorkommen im Gourmetmagazin? Weil man auch über Reisen berichtet – mit kulinarischem Schwerpunkt, klar. Und da gibt’s aus Vancouver und Whistler viel Appetitanregendes zu berichten.
Erstaunlich günstig ist der Preis des Magazins: 6,90 Euro für 250 Seiten. Ob diese Okkasion nur für die Premiere gilt, wird man ja sehen. (hipe)