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OÖN-Test: „Google-Handy No.2“ HTC Magic

Das zweite in Österreich erhältliche Handy mit „Android“-Betriebssystem überzeugt im OÖN-Test in fast jeder Hinsicht. Nur für Musik-Fans ist das „Magic“ ungeeignet.

Nur wenige Handys sind ausschließlich in Verbindung mit einem Vertrag erhältlich. Das HTC Magic, sprich das „zweite Google-Handy“, ist eines von ihnen. In Verbindung mit dem Tarif „A1 Smart 100“ (9 Euro Grundentgelt pro Monat) kostet das Handy 369 Euro, mit „A1 Smart 350“ (15 Euro) und „A1 Smart 1100“ (29 Euro) immerhin noch 349 Euro. Schnäppchen ist das HTC Magic also keines, auch im Vergleich mit Apples iPhone nicht.

Guter Touchscreen mit Plastik-Oberfläche

Nun aber zum Gerät selbst: Die Verarbeitung des Magic ist wirklich vorzüglich. Das gut in der Hand liegende Telefon ist deutlich leichter als sein Hauptkonkurrent (iPhone), wartet aber mit einem durchaus ebenbürtigen Berührbildschirm auf. Dieser ist beim Magic nicht aus Glas, sondern aus Plastik, dennoch reagiert er sehr empfindlich. Vermutlich ist er anfälliger gegen Kratzer, wir haben es aber nicht darauf ankommen lassen (das Testgerät hat es uns gedankt).

Verbesserungen seit dem HTC G1

Das Magic behebt einige Mankos seines Vorgängers, des HTC G1: Die Lautstärke des Gesprächspartners lässt sich über die seitlichen Tasten komfortabel einstellen, auch die Tastenbelegung macht einen noch überlegteren Eindruck. Das Magic kommt ohne „echte“ Tastatur aus, was eine deutlich flachere Konstruktion ermöglicht hat. Die Kamera ist noch besser gegen Kratzer geschützt als beim Vorgänger.

„Finger weg“ für Musik-Fans

Nicht optimal geeignet ist das Magic für Musik-Fans. Wie schon beim Vorgängermodell hat HTC dem Handy keinen Standard-Kopfhöreranschluss spendiert. Schade, denn so ist der Anwender auf das mitgelieferte Headset limitiert. Auch reicht die Speicherausstattung ab Werk selbst für eine kleine Mp3-Sammlung nicht aus, über den Speicherkarten-Schacht kann das Magic erweitert werden.

Vertrauen Sie dem Google-Konzern?

Als wahrer Trumpf des Magic erweist sich im OÖN-Test das Betriebssystem „Android“, das als durchaus ausgereift gelten darf. Wer Vorbehalte hat, Google seine Daten anzuvertrauen (immerhin scannt Google z.B. die erhaltenen Mails und wertet sie für Werbezwecke aus), sollte um „Android“ einen Bogen machen. Abseits dessen erfüllt „Android“ die hohen Erwartungshaltungen iPhone-verwöhnter Anwender voll und ganz.

Einfach, aber flexibel: „Android“

Das System ist ähnlich einfach zu bedienen wie Apples „OS X“, bietet aber deutlich mehr Flexibilität und wirkt um einiges professioneller. Unter „Market“ stehen zahlreiche (teils kostenpflichtige) zusätzliche Programme zum Download bereit, die Grundausstattung deckt die wichtigsten Bereiche (E-Mail, Internet, SMS, Musik, Google Maps) ab. In Verbindung mit einem Gmail-Konto bietet das Magic sogar Push-Email (der Anwender wird dabei sofort nach Eingang eines Mails auf dem Server verständigt).

Kostenloser Routenplaner inklusive

Der GPS-Sensor des Magic arbeitet im Test deutlich zuverlässiger als derjenige des iPhone 3G, wovon Google Maps profitiert. Googles Kartendienst liefert zwar keine vollwertige Navigation, als Gratiszugabe ist der Routenplaner aber mehr als willkommen. Im Test funktioniert der Routenplaner sehr gut, wir kommen sicher ans Ziel. Auf einen Beifahrer, der das Handy bedient und Anweisungen gibt, sollte aber nicht verzichtet werden.

Fazit: Praktischer als das iPhone

Wer oft und gern unterwegs E-Mails und SMS schreibt, wird die Bildschirm-Tastatur des Magic vor dem Kauf ausprobieren müssen: Nicht jeder beherrscht das „virtuelle“ Tippen. Die automatische Vervollständigung der einzugebenden Wörter ist Gottlob abschaltbar. Für weniger Musik-Affine ist das HTC Magic eine tolle Alternative zum iPhone, da es mit seinem hohen Nutzwert zu überzeugen vermag. „Android“ ist derzeit nahe daran, Apple zu überholen. Endlich hat das iPhone einen ebenbürtigen Konkurrenten bekommen.

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 02. Juni 2009 - 15:34 Uhr
Von Thomas Widter
Video anschauen Google Handy G2

Google Handy G2 im OÖN-Test

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