
Schon im vergangenen Jahr hat sich die Entwicklung angedeutet. Der Fußballspieler, die Krake oder die Orchidee ist plötzlich zum Greifen nahe – sofern man die passende Brille aufsetzt. Denn das Problem an der Neuheit ist: Es gibt keinen einheitlichen 3D-Standard. Man kann sich also nur seine 3D-Brille schnappen und bei einem Freund fernschauen, wenn dieser ein Gerät vom selben Anbieter hat.
Einfach ein paar Brillen auf Vorrat anschaffen ist ein teurer Spaß: Hundert Euro aufwärts kostet ein Stück. Die Fernseher wiederum gibt es ab 1000 Euro, seit dem Frühjahr kann man sie kaufen. Das 3D-Programmangebot ist dazu auch noch nicht allzu üppig. Welchen Anklang die Apparate wirklich bei den Konsumenten finden, darüber ist sich die Branche noch nicht einig.
Gezeigt werden auch eine Fernbedienung mit integriertem Fernseher, Radios, die man aus dem zweiten Stock werfen kann und die trotzdem nicht kaputt gehen und Geschirrspüler, die keinen Mucks von sich geben.
Bei vielen dieser Geräte sind sich die Anbieter noch nicht über den Erfolg sicher: Zum dritten Mal erst werden auf der IFA auch Waschmaschinen, Herde, Geschirrspüler und Wäschetrockner ausgestellt. Haushaltsgeräte, die übers Internet gestartet werden, sollen dabei der neueste Hit werden.
Denn mit ihnen soll man wunderbar Strom und Geld sparen können: Die sogenannten „Smart-grid“-fähigen Geräte werden dann aktiv, wenn Energie weniger kostet als zu anderen Tageszeiten. „Hauptsache das ist nicht nachts um zwei“, erklärte dazu Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede. Dass das nur passiert, wenn man es auch möchte, dafür soll das Programmiersystem sorgen.
Doch nicht nur bei Haushaltsgeräten wollen Anbieter künftig stärker auf Energieeffizienz setzen: In den nächsten Monaten soll es EU-weit ein Öko-Label für Fernseher geben. Dann sollen Konsumenten auch bei diesen Geräten anhand eines Etiketts wissen, wie viel Strom verbraucht wird.
Produktneuheiten der IFA
Riesen-3D-Fernseher: 1,80 Meter hoch ist der weltgrößte 3D-Fernseher von Panasonic. Damit ist es möglich, Menschen in Lebensgröße dreidimensional zu zeigen. Der Riese mit knapp vier Metern Bildschirmdiagonale hat eine Auflösung von 4096 mal 2160 Pixel. Die Kontrastwerte und die Farbsteuerung sollen ein naturgetreues Bild garantieren. Ab 2011 soll man das Gerät kaufen können – der Preis ist noch nicht bekannt.
Sony Dash: Bei Sony wird daran gebastelt, dem iPad von Apple auf die Fersen zu kommen. Der Tablet-Computer „Dash“ sieht aus wie ein schickerer Wecker für zuhause: Er hängt stets an der Ladestation. Wenn man den Bildschirm berührt, kann man Zeitung oder E-Mails lesen, Radio hören oder sich über das Wetter informieren. Bisher ist die Multimediaplattform aber nur in den USA erhältlich. Ob sie auch nach Europa kommt, steht noch nicht fest.
Video-on-Demand: Die neue Version des Fernsehers mit eingebautem Internetzugang: Nach wie vor ist Hybridfernsehen – „Video on Demand“ – bei der Filmauswahl beschränkt. Laut Sony soll es „demnächst“ weltweit Angebote geben. Die Filme, die man sich wie in einer Videothek „ausborgt“, werden länderübergreifend angeboten – man holt sie über die Taste „Internet-Video“ auf der Fernbedienung.
Kuschel-TV: Giraffe, Eisbär, Zebra, Krabbe und Kamel: Mit kuscheligen Fernsehern will die Firma Hannspree die Zielgruppe „Kinder“ erschließen. Knapp 300 Euro kostet ein 19-Zoll-LCD-Gerät, an das man auch die Playstation anschließen kann. Für Sportbegeisterte, die sich ihr Wohnzimmer dekorieren wollen, gibt es die Fernseher in Bälle eingepackt. Der Basketball fühlt sich tatsächlich an wie ein solcher.
Massive Verkehrsprobleme durch Schneemassen
Eurokrise bringt Credit Suisse ins Straucheln
CAS verurteilt Ex-Radprofi Jan Ullrich wegen Doping
Neue Vorwürfe gegen Grasser in der Causa "Telekom"