Im Vorfeld hieß es aus Redmond, die neue Version von Windows Mobile werde sich gänzlich vom alten Windows Mobile unterscheiden.
Mobile ist tot, es lebe Phone!
Das trifft absolut zu, Windows Phone 7 hat keine Ähnlichkeit mehr mit der miniaturisierten Desktop-Oberfläche, die es bisher zu sehen gab. Der Startbildschirm wird von unterschiedlich großen (je nach Wichtigkeit) Flächen bevölkert, große Symbole und Schriftzüge vereinfachen die Navigation. Ein Druck auf die gewünschte Kategorie führt den Benutzer stilvoll animiert zum Untermenü.
Daten sind wichtiger als Anwendungen
Statt einzelner Apps stehen bei Windows Phone 7 die Daten selbst im Vordergrund. Insgesamt gibt es sechs übergeordnete Menüs, genannt „Hubs“. Unter Kontakte etwa finden sich nicht nur die Telefonkontakte, sondern auch Freunde bei sozialen Netzwerken wie etwa Facebook. Twitter ist noch nicht vertreten, die Unterstützung dafür dürfte aber nachgereicht werden. Hinter dem Menüpunkt „Musik & Video“ verbirgt sich Microsoft’s Zune-Software samt Musikshop, Xbox Live ist für Spiele da, ein mobiles Office-Paket, ein Bilder-Ordner und ein Marktplatz für Anwendungen runden das Angebot ab. Das Hub-System soll die Bedienung vereinfachen, Microsoft-Manager Andreas Krieg meinte dazu: "Man muss kein Informatikstudium mehr absolviert haben, um die Geräte zu bedienen."
Immer online
Windows Phone 7 holt sich die Daten per Streaming aus dem Netz, Live-Informationen, wie etwa das Wetter, werden automatisch aktualisiert – direkt am Start-Bildschirm. Die klassische Desktop-Synchronisation gibt es nicht mehr, alle Daten werden via Cloud abgeglichen. Ebenfalls per Netz synchronisiert werden Fotos und Videos, die der User mit nur einem Klick auf Facebook stellen kann.
Strenge Kriterien
Microsoft wird, wie gehabt, selbst keine Handys herstellen. Zum Start des Betriebssystems (voraussichtlich Ende des Jahres) werden Geräte von Qualcomm, LG, Samsung, Garmin Asus, HTC, HP, Dell, Sony Ericsson, und Toshiba erhältlich sein. Im Gegensatz zu Windows Mobile wird es für das neue System strenge Hardware-Kriterien geben. 5 Megapixel-Kamera, Multi-Touch, Beschleunigungsmesser und Radio sind nur einige der Bedingungen, um ein Windows Phone 7-Gerät bauen zu dürfen.
Mobile Zukunft
Microsoft vereint mit Windows Phone 7 seine Zugpferde: Bing, Xbox und Zune sind am Start, um das Betriebssystem an die Spitze zu bringen. Man orientiert sich nicht am iPhone, sondern präsentiert eine eigene Vorstellung von einer modernen Handy-Bedienung. Das System ist eine gelungene Erneuerung für das alternde Windows Mobile, das zuletzt stetig Marktanteile verloren hat. Der Mobilbereich wird zunehmend zum wichtigsten Markt der Computerbranche – Windows Phone 7 ist ein klares Zeichen, dass Microsoft am Handysektor ganz vorne mitspielen möchte.
Meine persönliche Meinung, bis das Gerät auf den Markt ist, hat Apple schon zwei neue Generationen herausen, und es sieht wieder alt aus. Konkurrenzfähig, hmmm ich glaube kaum!!!!Wieso stellt er es jetzt schon vor??? Glaube auch das es noch nicht so "rund" läuft und einiges verbessert werden muss, um sich dann beim Start nicht zu blamieren!
Putzig ist das Zitat: "Man muss kein Informatikstudium mehr absolviert haben, um die Geräte zu bedienen." Hat's Microsoft jetzt endlich geschnallt, dass das Zeugs aus Redmont viel zu kompliziert sind (Obwohl der Konzern ja ungeniert bei Apple abgekupfert hat).
allerdings sagt das zitat auch nix über die Zukunft aus. Dass die intuitive Bedienung möglich ist (also ohne dauernd das Benutzerhandbuch zur Stelle haben zu müssen), muss Microsoft erst beweisen. Das Bill Gates das Betriebssystem schon jetzt vorstellt und erst Weihnachten für den Verkauf freigibt, deutet doch darauf hin, dass noch einige Bugs zu beseitigen sind.
Ob, wie im Artikel angesprochen, Microsoft mit der Phone 7-Software Apples iPhone Konkurrenz machen kann, wage ich mal zu bezweifeln.
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