Die Internet-Sicherheitsfirma Sophos warnte am Donnerstag vor Emails mit der Betreffzeile „Remembering Michael Jackson“ (In Erinnerung an Michael Jackson). Der Virus befinde sich in einem Anhang, der angeblich geheime Lieder und Fotos der Pop-Legende enthalten soll.
„Wird der Anhang geöffnet, wird der Computer infiziert“, warnte Sophos in einer in Singapur veröffentlichten Erklärung. Die infizierten Rechner würden den Wurm automatisch per Email an andere Internetnutzer weiterleiten. Jackson war vor einer Woche in seiner Villa in Los Angeles zusammengebrochen und kurz darauf gestorben.
Auch der deutsche Sicherheitssoftware-Entwickler BitDefender warnte am Donnerstag vor einer Spamwelle, die mit Enthüllungen über den Tod Michael Jacksons lockt. Ein hohe Gefährdungspotenzial bescheinigen die Experten aktuellen Spam-Mails, die mit der Betreffzeile (in deutscher Übersetzung) „Wer hat Michael Jackson ermordet?“ zum Weiterlesen auffordern. Wer weiterklickt handelt sich einen Trojaner ein. Bei einer anderen Spam-Mail mit der Betreffzeile „Ist Michael Jackson tot? Nein!!!“ landet man statt bei den angekündigten Informationen bei einer Website mit Angeboten für Viagra, etc.
„Das aktuelle Vorgehen der Spammer zeigt, wie schnell diese sich auf aktuelle Nachrichten und die Berichterstattung der Medien einstellen und Nachrichten für ihre kriminellen Machenschaften missbrauchen“, erklärte Harald Philipp, Geschäftsführer der BitDefender GmbH, in einer Aussendung.
Kein Schaffner in Sicht