ePaper  | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Dienstag, 7. Februar 2012, 11:03 Uhr Linz  -10°C ·  Reichenau/Mühlkreis  -15°C ·  mehr Wetter »
Ratgeber  > Beruf & Bildung

Dem Himmel ganz nahe

Wer mit dem ÖBB-Zug EC 669 zwischen Bregenz und Graz fährt, weiß es schon längst: 2009 ist das internationale Astronomiejahr. Der „himmlische Zug“ bietet den Fahrgästen Top-Infos über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Astronomie.

Im selben Jahr 1609 veröffentlichte Johannes Kepler in Prag sein bahnbrechendes Werk „Astronomia Nova“, das mit den ersten beiden seiner Gesetze der Planetenbewegung die theoretische Astronomie auf ein neues Fundament stellte. In Erinnerung an diesen wissenschaftlichen Aufbruch beschloss die 62. UN-Generalversammlung am 20. Dezember 2007, das Jahr 2009 zum „Internationalen Jahr der Astronomie“ zu erklären.

Ziel des Astronomiejahres ist es, den Menschen weltweit Gelegenheit zu geben, ihren Platz im Universum neu zu bestimmen. Der Sinn für eigene Entdeckungen am Himmel, aber auch für die kulturelle Bedeutung der Astronomie, soll geweckt werden. Nicht zuletzt junge Menschen, die vielfach nicht mehr wissen, wie man die Milchstraße und die Sternbilder überhaupt auffinden kann, werden in Schulen, an Volkssternwarten und professionellen Forschungseinrichtungen dazu neue Chancen bekommen.

So wie in mehr als 130 Ländern sind auch in Österreich zahlreiche Aktivitäten geplant. Angeboten werden Vorträge zur Entwicklung der Astronomie ebenso wie Beobachtungsabende, astronomische Nachtwanderungen, Ausstellungen. In Schulen und auf öffentlichen Plätzen werden Teleskope für alle aufgestellt.

Die vier Quartale des Astronomiejahres widmen sich Themenschwerpunkten:

Jänner bis März

Das erste Quartal hat das Motto „Sternstunden der Astronomie“. Im Mittelpunkt steht die Revolution der Astronomie durch Galilei und Kepler im Jahr 1609 (siehe unten).

April bis Juni

„Wie viele Sterne sehen wir noch?“ lautet das Motto. Das Augenmerk richtet sich auf die Auswirkungen der zunehmenden nächtlichen Lichterflut auf Mensch und Natur. Ein Ziel besteht darin, auf den richtigen und sinnvollen Einsatz von künstlichem Licht hinzuweisen. Außerdem geht es um die weltweite Erfassung der Effekte von „Lichtverschmutzung“. Jeder kann durch eine einfache Beobachtung des Sternbilds „Kleiner Wagen“ dazu einen Beitrag leisten. Beobachtungsanleitung unter www.sternhell.at>

Juli bis September

Unter dem Motto „Himmelsbeobachtung als Naturerlebnis“ kann jeder auf belebten Straßen, in Naturparks, an idyllisch gelegenen Sternwarten und in Planetarien das Weltkulturerbe Sternenhimmel mit eigenen Augen bestaunen.

Oktober–Dezember

Thema „Astronomie und Weltbild“. Dabei werden herausragende Astronomen auch aus Oberösterreich vorgestellt, etwa Johannes von Gmunden, Georg von Peuerbach, Placidus Fixlmillner und Johannes Kepler. Auch die regelmäßigen Publikationen der Universitäten Wien, Graz und Innsbruck werden einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 03. Januar 2009 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Dem Himmel ganz nahe

Sonnenprotuberanz über der Silhouette eines Waldes im H-alpha-Licht, aufgenommen mit dem Coronado PST Solar Teleskop  Bild: Michael Karrer

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2? : 


Meistgelesene Artikel   mehr »