Wegen der schlechten technischen Umsetzung seien sie für die "verwöhnte Zielgruppe" der Studenten ungeeignet, bei der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) und dem Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet er auch grobe inhaltliche Mängel.
Wenn schon die technische Umsetzung schlecht sei, müsse wenigstens die Idee dahinter gut sein, so Hausjell. Es scheine aber eher, dass die Fraktionen nur deshalb auf Youtube Flagge zeigen, weil sie befürchten, sonst in punkto Jugendkultur "durchzufallen". Die schlechte Qualität solle möglicherweise zeigen, dass keine ÖH-Gelder "verpulvert" werden, vermutet Hausjell. Wer sich mit Videos auskenne, wisse allerdings, dass auch mit wenig Geld gute Videos möglich wären.
"Ergebnis einer Biernacht"
Wie "das inhaltliche Ergebnis einer Biernacht" wirkt für Hausjell ein "sehr amateurhaftes" Werbevideo der AG Salzburg, in dem einer einsamen Blondine von AG-Funktionären - den AGenten - der Weg zu den "geilsten Partys" gewiesen wird. Die - ausschließlich männlichen - AGenten sind es auch, die die Frau vor einem Datenklau-Monster - einem Mann mit schwarzer Strumpfhose über dem Gesicht - retten. In dieses Bild passt für Hausjell auch ein Plakat der AG an der Uni Graz, auf dem eine junge Frau im Bikini um Stimmen wirbt. "Das hat sicher etwas mit dem Verständnis von Geschlechterrollen zu tun, hier sind dominante Männertruppen am Werk".
"Zum Abgewöhnen"
Einfach nur "zum Abgewöhnen" findet Hausjell die Spots des RFS: Er versuche als "FPÖ-Junior" "großes Fernsehen zu spielen", komme dabei aber "sehr alt" daher. "Öd, inhaltlich widersprüchlich - dem gehen nur die Dümmsten auf den Leim", fasst er sein Urteil über die Videos von "RFS-TV" zusammen, in denen RFS-Kandidaten vor einer Wand mit Wahlsprüchen "aus der Werkstatt von (FP-Generalsekretär Herbert, Anm.) Kickl" ihr Wahlprogramm in ein Mikrofon sprechen.
Milder fällt sein Urteil über die Videos von Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) aus. Diese seien prinzipiell inhaltlich schlüssig, aber eben "technisch matt gemacht". "Vom Hocker haut's mich nicht", meint er zu einem Spot der GRAS, in dem diese mittels Notizzetteln die Leistungen von Frauen in wissenschaftlichen Werken von Männern sichtbar machen. Die Idee zum Spot des VSStÖ, der mit dem Slogan "Wir nehmen uns den Platz" wirbt, findet Hausjell zwar "grundsätzlich gut", die dünnen Stimmen der drei VSStÖ-Kandidatinnen stünden aber im Widerspruch zur Aussage.
ist jedoch sehr gut:
http://youtu.be/kMWfM0qLEac
Wer die Anspielung des Formats nicht kennt:
FS Misik auf derstandard.at schauen
Das erinnert mich an eine KSV-Spitzenkandidatin ( Maria Sowieso)in den 90ern, die, um eine 1-Satz-Wortspende zur OH-Wahl gefragt, anwortete:
"Ich kann meine politische Überzeugung nicht in einem Satz zusammenfassen."
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Scherer: „Gott sei Dank gibt es noch enorm viele Probleme“
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