Trotz Krise war bei der Personal Austria diese Woche viel los. Bild: Franz Pfluegl/spring Messe Management
Um sich in der Wirtschaftskrise zu behaupten, benötigten Führungskräfte weniger Erfahrung als Offenheit für Neues. „Was zählt, ist nicht die Anzahl der Berufsjahre, sondern die Bereitschaft zum Lernen“, erklärte Christiana Zenkl, Personalleiterin von Infineon Österreich.
Wie Vorstände, Geschäftsführer und Personalisten ihr Unternehmen durch die Krise steuern, war ein Schwerpunkt der achten Fachmesse für Personalwesen, die diese Woche im Austria Center Vienna stattgefunden hat. 191 Aussteller haben ihre Lösungen vorgestellt.
Infos fehlen in kleinen Firmen
Die heimischen Großbetriebe, die als Erste von der Wirtschaftskrise betroffen waren, hätten sich bisher gut geschlagen. „Glaubt man den Statistiken, hat Österreich das in der Summe gut gemacht. Spannend wird es, wie es weitergeht“, sagte Christian Havranek, Partner von Deloitte Human Capital.
Denn während die großen Industrieunternehmen eher auf Absatzschwankungen vorbereitet seien und vernünftig reagiert hätten, schlage die Krise jetzt auf das Gewerbe und die kleineren Betriebe durch. „Hier fehlen noch viele Informationen“, berichtet Kopf. Abhilfe will das AMS mit seiner Flexibilitätsberatung schaffen, die „sehr gut angenommen“ werde.
Für Infineon habe die Krise im Frühjahr 2008 begonnen, erklärte die Personalleiterin des Technologiekonzerns. Im Sommer des Vorjahres musste Personal reduziert werden.
„Wir haben uns auf den höher qualifizierten Bereich konzentriert und vor allem Akademiker im Betrieb gehalten“, sagte Zenkl. „Qualifizierung ist das beste Mittel, um Arbeitslosigkeit zu verhindern“, bestätigte Kopf den Strukturwandel, der nun beschleunigt werde.