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Trendwende am Arbeitsmarkt

Harald Vetter, AMS-Chef vom Bezirk Amstetten Bild: B.V. Lachner

Trendwende am Arbeitsmarkt

Im Bezirk Amstetten gewann im ersten Halbjahr des Jahres die Wachstumsdynamik an Fahrt.

26. September 2017 - 07:43 Uhr

Im Monatsschnitt waren im ersten Halbjahr 2463 Personen beim AMS Amstetten arbeitslos vorgemerkt. 2942 Jobsuchende fanden einen neuen Arbeitsplatz. Die Beschäftigung wird nicht nur im Dienstleistungssektor ausgeweitet, auch in der Industrie bzw. der Produktion kommt es zu Schaffung neuer Stellen. Durchschnittlich waren 42.005 unselbstständig beschäftigt (nach dem Wohnortprinzip).

"Dabei stellen wir in bestimmten Regionen Niederösterreichs, vor allem auch im Mostviertel, schon einen erheblichen Mangel an Fachkräften fest. So dauert aktuell die Suche nach einem/einer passenden MitarbeiterIn im Bezirk Amstetten bereits durchschnittlich 51 Tage, im Bezirk St. Pölten dagegen ist diese um 20 Tage kürzer", berichtet AMS-Chef Harald Vetter über die Schattenseiten regionaler Vollbeschäftigung. In der ersten Jahreshälfte haben die nö. Unternehmen um 15,2 Prozent mehr offene Stellen und Lehrstellen an das AMS Amstetten gemeldet. So konnten die AMS-Berater in Summe mehr als 3600 Stellen und Lehrstellen akquirieren. Gleichzeitig wurden 2485 offene Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt.

Weniger arbeitslose Junge, aber Fachkräftemangel

Von Jänner bis Juni 2017 ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen bis 25 Jahre in Amstetten um mehr als ein Viertel auf monatlich durchschnittlich 299 Jugendliche gesunken. Die Zahl an arbeitslosen Personen über 50 Jahre ist um 10,2 Prozent auf 825 Personen gestiegen. Jede dritte arbeitslose Person ist über 50 Jahre. 529 Personen dieser Altersgruppe haben wieder einen Job bekommen.

Durch die verbesserte Konjunktur konnten 68 langzeitarbeitslose Personen, die länger als ein Jahr beim AMS gemeldet waren, eine Arbeit aufnehmen.

Aktuelle Zahlen: Ende August wurden 16,7 Prozent weniger Arbeitslose registriert als im Vorjahr. 820 offene Stellen wurden von Betrieben der Region gemeldet, das sind um 86 Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders stark ist die Nachfrage im Metall- und Elektrobereich und die Nachfrage nach Technikern. Fachkräftemangel herrscht auch in traditionellen Handwerksberufen wie Fleischer, Dachdecker und im Gastgewerbe. Ende August waren 71 offene Lehrstellen gemeldet.

Insgesamt werden Jobs mit höherwertigem Anforderungsprofil (Lehre oder höher) mehr und machen bereits über 60 Prozent der offenen Stellen aus. Demgegenüber fehlt es vielfach den vorgemerkten Arbeitslosen an Ausbildung. Über 40 Prozent der Arbeitsuchenden haben als höchste abgeschlossene Ausbildung Pflichtschule.

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