Es macht Spaß, das Klima zu retten. Deshalb setze ich mein CO2-Fastenprogramm fort. Allerdings suche ich dazu Begleitung. Je zahlreicher, desto besser. Wenn Sie sich im kommenden Jahr gemeinsam mit Freunden oder Familienangehörigen meiner Aktion anschließen wollen, melden Sie sich bitte bei uns! Wir suchen Gruppen (bestehend aus mindestens fünf Personen) in ganz Oberösterreich, die bereit sind, ihren CO2-Rucksack gemeinsam abzuspecken. Ob Sie dabei 100 Kilogramm Ballast abwerfen oder fünf Tonnen, ist egal. Wichtig ist nur, dass Sie ihr Leben klimafreundlicher gestalten. Sie werden sehen, dass man in einer Gruppe einander beflügeln und ergänzen kann. Unterstützt und beraten werden Sie außerdem von den Experten des Klimabündnisses Oberösterreich.
Erste Gruppe ist am Start
Die erste Klimarettergruppe hat sich bereits bei mir gemeldet. Es handelt sich um Sven Schwerer, seine Freundin Else Koller, ihre gemeinsamen Kinder Moritz (8), Josefine (6) und Stanislaus (2), sowie Maria Haberpointner, ihre Kinder Mirjam (9) und Nico (11) und außerdem Ursula Hirtl. Die neunköpfige Gruppe ist in Leonding zu Hause.
Sven Schwerer interessierte sich früher kaum für die gesundheitlichen Probleme unseres Planeten. „Aber seit meine Kinder auf der Welt sind, hat sich das komplett geändert“, sagt der Hauptschullehrer. „Es ist für mich offensichtlich, dass rasch etwas gegen den Klimawandel unternommen werden muss, und die Klimagipfel haben gezeigt, dass wir von der Politik nichts erwarten können. Aber Schimpfen und Jammern bringt auch nichts. Wir möchten deshalb selbst etwas unternehmen und dabei auch eine Vorbildwirkung ausüben. Ich fände es schön, wenn sich noch viele weitere Gruppen zum Mitmachen entschließen würden.“
Die neun Damen und Herren aus Leonding haben sich gut überlegt, worauf sie sich einlassen. „Wir haben bisher schon versucht, klimafreundlich zu leben“, sagt Klimaretterkollege Schwerer. „Ich erledige fast alles mit dem Fahrrad, und wir essen selten Fleisch. Aber da ist trotzdem noch enormes CO2-Einsparpotenzial vorhanden, und das wollen wir jetzt anpacken.“ So sei im Haushalt Schwerer/Koller der Stromverbrauch viel höher als notwendig, und der Strom stamme zudem teilweise aus Kohle- und Atomkraftwerken. „Ich war bisher nur zu faul, den Anbieter zu wechseln“, gesteht Klimanovize Schwerer. „Das wird aber eine der ersten Maßnahmen sein.“
Der Pädagoge denkt auch darüber nach, sich ein Auto mit jemandem zu teilen. „Ich fürchte aber, es wird nicht einfach, wen zu finden“, sagt er.
Die Kinder der beiden teilnehmenden Familien werden in die Klimarettungsoffensive natürlich eingebunden. „Wir möchten sie aber zu nichts zwingen, was sie nicht wollen“, sagt Schwerer. Auf ihren Geburtstags-Hamburger in der Imbisskette müssen sie nicht verzichten.
Wir vernetzen uns
Darf ich die verbleibenden 20 Zeilen dazu benutzen, alle bereits vorhandenen und künftigen Teilnehmer herzlich an Bord zu begrüßen? Wir haben auf www.nachrichten.at/klima Informationen für Sie zusammengestellt, in nächster Zeit wird dort außerdem ein exklusives Forum für Sie eingerichtet, damit wir uns austauschen und einander unterstützen können. Die Experten vom Klimabündnis stehen immer für Ihre Fragen bereit und werden Sie auf Wunsch auch besuchen.
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