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Oberösterreich

Auch beim Grillen lässt sich CO2 einsparen

SONNBERG. Klimafreundlich grillen – geht das? „Aber sicher“, sagen die Familien Turner und Weberndorfer aus Sonnberg im Mühlkreis. „Es kommt nur darauf an, welches Fleisch man verwendet.“

Auch beim Grillen lässt sich CO2 einsparen

Thomas Turner zeigt dem OÖN-Klimamönch, wie man klimafreundlich grillt. Bild: OÖN

OÖN-Klimamönch Edmund Brandner war skeptisch, als er die Einladung zu einem klimafreundlichen Grillabend bei der Klimaretter-Gruppe rund um Thomas Turner in Sonnberg erhielt. „Ich sah schon Tofu-Würste und Rohkostspieße vor mir“, sagt er.

Doch er sollte sich täuschen. Gemeinsam mit Norbert Rainer vom OÖ. Klimabündnis und der Grünen-Landtagsabgeordneten Maria Buchmayr ließ er sich von Turner und seiner Familie beweisen, dass man Fleisch auch mit gutem Gewissen genießen kann.

Vorausgesetzt, es wird so schonend produziert wie bei Thomas Turners Schwiegereltern Willi und Christine Weberndorfer. Die betreiben in Sonnberg einen kleinen feinen Biobauernhof, auf dem sie freilaufendes Waldviertler Blondvieh, Böhmerwaldschafe und Schweine züchten. Viele Tiere haben sie nicht. „Aber dafür kaufen wir kein Futter zu“, sagt Willi Weberndorfer. „Wir haben nur so viele Tiere, wie unser eigener Grund ernähren kann.“

Dass die Fleischprodukte der Weberndorfer teurer sind als Massenware aus der Agro-Industrie, versteht sich von selbst. „Aber es wird ohnehin viel zu viel Fleisch gegessen“, sagt Willi Weberndorfer. „Das ist ja der Grund, warum südamerikanisches Soja an die Tiere verfüttert werden muss und die Fleischproduktion so klimaschädlich ist.“ Es sollte jedoch ein besonderer Anlass sein, Fleisch zu essen (wie zum Beispiel ein netter Grillabend) – dann brauche es auch keine Massenproduktion.

Der Preis für seine kleinstrukturierte Art zu wirtschaften ist, dass sich der nachdenkliche Bauer keine großen Maschinen leisten kann. „Aber ich mag meine kleinen alten Traktoren ohnehin lieber“, sagt er.

Und was ist mit der Kohle, die beim Grillen verheizt wird? OÖN-Klimaretter Brandner beruhigt: „Holzkohle ist ein nachwachsender Rohstoff.“

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Artikel Edmund Brandner 08. August 2011 - 00:04 Uhr
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