Im Volkshilfe Flüchtlingshaus in Lambach leben 40 Menschen aus Syrien, Tschetschenien, der Mongolei, Kirgisistan und der Mongolei. Eine sechsköpfige tschetschenische Familie wartet seit 2004 auf ihren Asylbescheid. Trotz aller Beteuerungen, dass die Asylverfahren künftig schneller abgeschlossen werden, gibt es noch immer etliche Fälle wie diese.
„Das größte Problem ist, dass die Menschen ihre Zeit totschlagen müssen, weil sie keine Arbeit annehmen dürfen. Jugendliche, die die Hauptschule abgeschlossen haben, können keine Lehre beginnen“, sagt Josef Leo Pfeil. Der Gmundner leitet das Flüchtlingshaus in Lambach. Er wünscht sich, dass im Rahmen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes endlich Möglichkeiten geschaffen werden, damit Asylwerber arbeiten dürfen.
Gemeinsam mit der Leiterin des Caritas Flüchtlingshauses in Stadl Paura, Nadya Meissner, informiert er am Montag bei einer öffentlichen Veranstaltung (nähere Informationen unten) über die Situation der Asylwerber und möchte mit Fehlinformationen wie „Die sitzen nur herum und halten die Hand für Sozialleistungen auf“ aufräumen. 150 Euro bekommt ein Asylwerber monatlich, Kinder 110 Euro. Diese Beträge liegen deutlich unter den Richtsätzen der Sozialhilfe. Davon muss der Lebensunterhalt bestritten werden. Haben die Menschen den Flüchtlingsstatus erhalten, müssen sie binnen vier Monaten aus den Flüchtlingshäusern ausziehen. Viele haben oft große Schwierigkeiten, eine finanzierbare Wohnung zu finden. Erschwerend sind Vorbehalte von Vermietern.
Doch nicht alle haben Berührungsängste. Sowohl in Stadl-Paura, wo 38 Flüchtlinge leben als auch in Lambach engagieren sich Ehrenamtliche. Sie lehren Deutsch, helfen den Kindern bei den Hausaufgaben oder helfen, die Freizeit zu gestalten.
Infoabend: Flüchtlingshäuser Lambach und Stadl-Paura
Im Bildungshaus Pro Diagonal in Lambach (Sand 13) findet am Montag, 30. Jänner, 19 Uhr, unter dem Titel „Orte der Zuflucht“ ein Informationsabend statt.
Josef Leo Pfeil, Leiter des Volkshilfe-Flüchtlingshauses Lambach und Nadya Meissner, Leiterin des Caritas Flüchtlingshauses Stadl-Paura informieren über das österreichische Asylrecht und wollen Vorurteile sowie Fehlinformationen abbauen. Es kommen auch Flüchtlinge zu Wort, die ihre Situation schildern. Referentin ist außerdem Marion Huber, Caritas Abteilungsleiterin für Flüchtlingshilfe.
Informiert wird auch über mögliche ehrenamtliche Tätigkeiten in der Betreuung von Asylwerbern.
ob die Familie aus Tschetschenien seit 2004 auf ihren ersten Bescheid wartet (das wäre eine Sauerei) oder ob mit Hilfe guter FreundInnen und Rechtsanwälte negative Bescheide- wer weiss wie oft- beeeinsprucht oder neue Anträge gestellt wurden. Dazu liest man aber nichts. Weiters frage ich mich, wie diese Menschen eigentlich nach Österreich gelangen, müssen sie doch jede Menge andere sichere Länder durchqueren (ausser sie kommen mit einem Direktflug an, was woh unwahrscheinlich ist). Dort hätten sie ja schon einen Antrag stellen können, oder ? Oder stellen sie erst einen Antrag in Österreich, weil es dort angeblich so gut ist und man leichter Asyl kriegt als anderswo ? Wenn jemand nach Österreich einreist und vorher andere sichere Drittländer durchquert hat, dann sollte man einen Asylantrag erst gar nicht annehmen.
das dublin abkommen hat diesbezüglich klare richtlinien.
aber die werden nicht eingehalten.
Wenn die Bundesregierung großkotzig Beamte einspart, werden diese Familien künftig noch länger auf ihren Bescheid warten. Damit hätten sie ihr Bleiberecht erwirkt. Methode?
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