Der Favorit für den Weltmeistertitel der Amateure, David Donovan (Wales), war für Robert Bütof aus Wien eine Nummer zu groß – er verlor gestern klar mit 4:0. Auch der zweite Österreicher, der noch Chancen auf die morgen beginnenden Viertelfinalspiele gehabt hätte, der Grazer Felix Pleschek, schied gestern aus. Er verlor gegen Mohamed Shehab aus den Vereinigten arabischen Emiraten noch deutlich mit 1:4, nachdem er den ersten Satz gewonnen hatte.
Welser Schopf längst out
Damit ist nach dem Welser Lokalmatador Paul Schopf auch der letzte Österreicher bei der Weltmeisterschaft aus dem Rennen. Trotzdem ist Organisator Christof Fichtner mit dem Turnierverlauf zufrieden. Obwohl er sich natürlich gewünscht hätte, dass ein Landsmann ganz vorne mitspielt. „Für Bütof war es aber ein unmögliches Los. Donovan war einfach zu stark.“
Mit seinen 25 Mitarbeitern sorgt Fichtner seit zwei Wochen dafür, dass den WM-Spielern in Wels nichts abgeht. Schlaf bekommt er nur wenig, die Spiele dauern jeden Tag bis Mitternacht. „Wir freuen uns sogar schon auf unseren Arbeitsalltag“, sagt Fichtner, der hauptberuflich bei Fichtner-Holz in Gunskirchen arbeitet.
37.000 Euro für Schiris
Ein wenig unterschätzt hätten er und sein Team die WM-Kosten. Alleine die Unterbringung der 45 Schiedsrichter im Euro-Hotel Sattledt und vierzehn Tage Verpflegung belaufen sich auf 37.000 Euro. „Wenn alles gut geht, kommen wir aber mit einem blauen Auge davon“, sagt Fichtner zuversichtlich.