Pünktlich um 9 Uhr legt sich ein Zischen über den Platz neben dem Feuerwehrhaus: „Sch, Kinder – die Erwachsenen verstehen sonst nichts“, sagt Marianne Kraml. Die Volksschullehrerin begleitet 50 Volksschulkinder, von denen jedes einen Luftballon mit einem daran befestigten Kärtchen hält. Darauf steht: „Kein Handymast neben unserer Schule und dem Kindergarten in Haibach!“.
Währenddessen startet auf dem Platz daneben die Bauverhandlung. Vertreter der Mobilkom stecken mit Bürgermeister Franz Straßl (VP) und den Anrainern die Köpfe zusammen. Weitere 200 Haibacher stehen daneben und lauschen der angeregten Diskussion.
Dann ist Horst Pühringer, Anrainer und Sprecher der Bürgerinitiative, am Wort. Er überreicht dem Verhandlungsteam der Mobilkom die 848 gesammelten Unterschriften gegen das Bauprojekt und winkt der Schülergruppe zu. Die Luftballone steigen, die Kinder setzen symbolisch ein Zeichen.
Wie andere Anrainer vor und nach ihm kündigt Pühringer an, im Falle der Projektumsetzung Schadenersatzansprüche wegen Wertminderung seines Grundstückes und gesundheitlicher Gefährdung geltend zu machen. Der Argumentation gegen das Projekt lässt der fünffache Familienvater demonstrativ Taten folgen: „Hier haben Sie die Kündigung meines Handyvertrages. Wenn Sie bauen, werden vielleicht weitere Haibacher meinem Beispiel folgen.“ Es folgt Szenenapplaus seitens der Zaungäste.
Geduldig argumentieren die Vertreter der Mobilkom, versuchen die Anrainer von den Vorteilen zu überzeugen. Einer von ihnen kommt zu dem Schluss: „Wenn hier 848 Menschen dagegen sind, werden wir den Mast wohl nicht bauen. Vielleicht wird es in ein paar Jahren zum Gallischen Dorf.“
Ergebnis nach 55 Minuten: Der Bürgermeister will, zum Schutz des Ortsbildes, einen negativen Bescheid ausstellen.
Haben alle, die da so dagegen protestieren, ihre Mobiltelephone und die ihrer Kinder schon abgegeben? Je fleißiger man mit dem Handy spielt und telephoniert, desto fleißiger wird dann aber gegen den Bau des dazugehörigen Mastes demonstriert....
das ist wieder typisch.Frei nach dem Florianiprinzip:
"Herr verschon mein Haus zünd andere an"
Und auf dem Dorf wundern sich die Bewohner warum andere Regionen im technischen Bereich/Kommunikation 10 Jahre Vorsprung haben.
Jede Menge Argumente gegen einen Handymast aber ständig und überall erreichbar sein wollen.Und billiger wie ein fester Anschluss.
(Österreich ist auf Grund seiner niedrigen Handytarife europaweit ein Land mit den wenigsten Festanschlüssen.Aus Kostengründen.
Herr Pühringer denken sie einmal darüber nach !
wenn der Wille und die Bereitschaft der Beteiligten vorhanden ist findet sich bestimmt ein anderer Standort.
Oder muss es unbedingt vor der Schule bzw.Kindergarten sein ?
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