Ein beliebtes Welser Streitthema zwischen SP und FP hat auch die Sommerferien überlebt. In einer Aussendung prangert der SP-Integrationssprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johann Reindl-Schwaighofer eine Aussage von Landtagsabgeordneter Silke Lackner (FP) an. Darin würde sie einigen Städten – unter anderem Wels – vorwerfen, es in der Vergangenheit unterlassen zu haben, konkrete und erfolgreiche Integrationsmaßnahmen zu setzen. Das kann nicht sein, ärgert sich die rote Reichshälfte.
Reindl-Schwaighofer: „Der Gemeinderat hat vor drei Jahren ein Integrationsleitbild beschlossen und konkrete Maßnahmen wie Deutschkurse, Lernförderung, Projekt Rucksackmutter (sic!) und die Stadtentwicklung Noitzmühle umgesetzt.“ Die FP habe sich den Beschlüssen und der aktiven Umsetzung dieser Aktivitäten verweigert, moniert Reindl-Schwaighofer. Dass die Freiheitlichen das anders sehen, steht auf einem anderen Blatt.
Jedenfalls bleibt das ebenso verfängliche wie immerwährende Integrationsthema somit auch in den Ferien das beliebteste Spielzeug der Partei-Ideologen beider Lager.
Denn Reindl-Schwaighofer stört sich besonders daran, dass Lackner in ihrer Aussendung so tue, als ob alle Integrationsvorschläge von der FP kämen. Dabei werde der von Bürgermeister Koits (SP) dazu gegründete Arbeitskreis von allen Parteien beschickt.
Das Thema Integration wird lediglich nur mehr von beiden Parteien SPW und FPW benutzt um ihre "Liebesbeziehung" öffentlich aufzufrischen. Bis dato haben weder die obligatorischen Arbeitskreise des Herrn BGM Koits etwas bewirkt, noch die allzu bekannten Seitenhiebe der Freiheitlichen.
Man spricht viel über die Integration und an Vorschlägen mangelt es auch nicht, einzig und allein die Umsetzung will keiner in Angriff nehmen!
Wo Integration passiert, dort wird auch nicht nach ihr gerufen. In Wels werden die Rufe, bewußt, noch sehr lange nicht verschallen!
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