OÖN: Hat Sie schon jemand gefragt, wie Sie sich nach Ihrem Sieg fühlen?
Pernkopf: (lacht) Nein, eigentlich noch nicht. Ich habe mich sehr über den Sieg gefreut. Auch wenn ich nach dem ersten Durchgang geführt habe – ich habe nicht daran gedacht, dass ich den Sieg nach Hause fahre.
OÖN: Wirklich nicht?
Pernkopf: Nein, ehrlich. Ich wäre auch mit einem Stockerlplatz sehr zufrieden gewesen. Dass es Gold wurde, ist echt ein Wahnsinn. Ich habe das eigentlich noch immer nicht so richtig realisiert.
OÖN: War der Druck als Führende nach dem ersten Durchgang nicht sehr groß?
Pernkopf: Den Druck habe ich vorm zweiten Durchgang einfach abgeschüttelt. Ich wollten den Lauf einfach locker lässig runterbringen. Das ist mir auch gelungen.
OÖN: Über welchen Gratulanten haben Sie sich am meisten gefreut?
Pernkopf: Meine beste Freundin (Bernadette Schild, die jüngere Schwester von Marlies, Anm.) wurde bei diesem Rennen Zweite. Es war schön, dass Sie sich so für mich gefreut hat. Aber ich freue mich nach wie vor über jede Gratulation.
OÖN: Wie stolz sind Sie, dass Sie große Namen wie Andrea Fischbacher (Platz fünf, Anm.) hinter sich gelassen haben?
Pernkopf: Darauf habe ich eigentlich gar nicht geschaut. Aber ich bin schon sehr stolz. Es ist toll, wenn man sich bei den Staatsmeisterschaften mit den Weltcup-Läuferinnen und Olympiasiegerinnen messen kann. Ich möchte schon bald selbst einen Fixplatz im Weltcup-Team ergattern.
OÖN: Sie fahren alle Disziplinen. Was erwarten Sie sich jetzt von den weiteren Rennen bei den Staatsmeisterschaften?
Pernkopf: Ich bin gut drauf, vielleicht schaut noch etwas heraus. Aber zu sagen, dass ich mir noch etwas erwarte, wäre nicht angebracht. Mit Bronze im Slalom am Montag und Gold im Riesentorlauf am Dienstag habe ich bereits schöne Erfolge gefeiert und mehr erreicht, als ich mir erträumt habe.
OÖN: Die Saison 2008/09 haben Sie wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Ist es da schwer sich neu zu motivieren?
Pernkopf: Die Motivation war eigentlich schnell wieder da. Die Heilung ist gut und ohne Komplikationen verlaufen. Danach habe ich gut trainiert und mich zurückgekämpft. Mit dem Knie habe ich überhaupt keine Probleme mehr, in dieser Saison war ich ganz gut unterwegs.
OÖN: Könnte dieser Erfolg nun das Sprungbrett für den A-Kader bedeuten?
Pernkopf: Das entscheiden andere, ich lasse das jetzt auf mich zukommen. Die Saison ist quasi vorbei, ein paar FIS-Rennen werde ich noch bestreiten um Punkte für den Europacup zu sammeln. Bis Sommer habe ich dann erst einmal genug mit der Schule zu tun.
OÖN: Die Matura wartet.
Pernkopf: Genau, jetzt gilt es in der Schule einiges aus dem Wintersemester nachzuholen. Aber das kriege ich schon hin. Danach mache ich mir dann Gedanken, wie es mit dem Skifahren weitergeht.
OÖN: Also sind die Ziele für die nächste Saison völlig offen?
Pernkopf: Natürlich ist der Weltcup auf lange Sicht mein Ziel. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um es so schnell wie möglich zu erreichen.
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