Nadine konnte nach dem Unfall das Kinderkrankenhaus Linz wieder verlassen. Bild: andreas maringer
„Sie hat ziemliche Schmerzen und viel geweint“, sagt Diane Scharinger. Ihre Tochter Nadine durfte erst gestern das Linzer Kinderkrankenhaus wieder verlassen. An den Folgen des Unfalls, der schon vergangenen Mittwoch passierte, wird sie aber noch länger leiden. Ein Sprung zwischen dem vierten und fünften Halswirbel und auch die Bandscheiben wurden schwer beschädigt. Sie muss eine Halskrause tragen und kann sich kaum bewegen.
Dabei wollte Nadine Mittwoch kurz nach 13 Uhr nur Milch für ihre Mama aus dem Supermarkt holen. Sie machte sich mit dem Rad auf den Weg. In der Umdaschstraße, Ecke Wesselystraße kam es zu dem Unfall: eine Frau, die am Steuer mit dem Handy telefonierte, geriet auf die Gegenfahrbahn und überfuhr Nadine. „Ich bin über die Motorhaube geflogen und in der Wiese gelandet.“ In der Wohnstraße, in der viele Kinder leben, gilt Schritttempo.
Frau sorgt sich nur um AutoDoch dann erst passiert das Unvorstellbare: die blonde Frau in ihrem schwarzen Auto kurbelt das Fenster herunter, vergewissert sich, dass ihr Auto nichts abbekommen hat und fährt davon. Ohne sich um die am Boden liegende Nadine zu kümmern – Fahrerflucht. „Ich bin wütend auf die Frau. Ein Unfall kann passieren. Aber man lässt doch kein Kind verletzt liegen“, sagt die geschockte alleinerziehende Mutter von vier Kindern: Nadine (14), Rene (13), Marco (11) und Leonie (1). „Kein Wort, kein Blick nichts.“ Schwer verletzt konnte sich Nadine nach Hause schleppen, am Anfang war ihr nur schwindelig. „Mama, ich bin überfahren worden. Und die blonde Frau fuhr davon.“
Der Unfall passierte nur fünfzig Meter entfernt vom Haus der Familie in der Köglerstraße. Mutter Diane Scharinger verständigte sofort die Polizei, der Hausarzt überwies Nadine ins Kinderkrankenhaus Linz. Von der Unfalllenkerin fehlt, so die Polizei Eferding, jede Spur. Die blonde Frau mit schulterlangem Haar fuhr ein großes dunkles Auto, Kennzeichen Linz oder Linz-Land.
Größter Traum: TischlerinDie Spätfolgen des Unfalls sind noch nicht abschätzbar, Schmerzen werden Nadine bleiben. Reden über den Unfall will sie noch nicht. Ihre Mutter Diane hofft, dass sie ihren größten Traum verwirklichen kann. Nadine will nach dem Polytechnikum unbedingt Tischlerin werden.
... bis handyfonieren am Steuer endlich nicht mehr gesellschaftsfähig ist und als Vormerkdelikt gehandhabt wird.
BusfahrerInnen, EinsatzfahrzeuglenkerInnen und auch "gemeine" AutofahrerInnen sieht man zu Hauf.
Wenn DAS den Status unserer aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung widerspiegeln sollte ist einem zum Fürchten. Diese Frau gehört ins Gefängnis. Einfache Fahrerflucht war das nicht mehr. Aussteigen und sich um das Auto "kümmern" und ein schwer verletztes Mädchen in der Wiese liegen lassen gehört mit GEFÄNGNIS bestraft - wenn es nach mir geht.
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Ich wünsche dem Mädchen alles Gute und hoffe, dass diese Person gefasst wird!
Es ist mir unvorstellbar, wie man so etwas machen kann. Sorge um das AUTO? Diese Frau gehört wirklich zum Abschaum der Menschheit.
Ich hoffe, sie hat jetzt wenigsten große Angst.
Mensdorff will Unschuld beweisen