Mucksmäuschen still ist es in der Rotax-Halle, wenn die 33 Snooker-Profis an die mit grünem Samt ausgekleideten Tische treten, die dreimal so groß wie ein normaler Billardtisch sind. Beinahe ehrfürchtig sitzen die Zuschauer auf ihren Rängen und beobachten das Geschehen. Die Fans unterhalten sich nur flüsternd. „Normalerweise sieht man solche Stars wie Weltmeister Peter Ebdon oder Shaun Murphy nur im Fernsehen“, sagt Harald Bogl aus Linz. Aber hier in Wels seien die Besten der Welt zum Angreifen nahe.
Stars von Wels begeistert
Gebannt wie der Rest des Publikums blickt Bogl den Profis auf die Finger, wenn sie mit ihren Queues Kunststücke vorführen und die Kugeln auf unglaubliche Art und Weise versenken. In England werden Snooker-Spieler verehrt, der Weltranglisten-Dritte, Shaun Murphy, ist sogar Absolvent einer eigenen Snooker-Elite-Schule. Im Vergleich zu Billard gilt Snooker als die Königsdisziplin, weil es noch schwieriger ist.
Die Stars treten in Wels wie echte englische Sirs auf, und die Zuschauer scheinen sich ihnen anzupassen – selbst der Applaus wirkt vornehm zurückhaltend. Organisator Christof Fichtner vom Welser Billard Club ist mehr als zufrieden: „Spannende Spiele, tolle Zuschauer. Auch Weltmeister Murphy ist von Wels begeistert.“
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