Mehr als 800 Protestunterschriften von Bahnfahrern, eine einstimmige Petition des Welser Gemeinderates und Briefe von Politikern der SPÖ und der Grünen führten zu dem Erfolg.
Den Nachtzug nützten bislang vor allem Besucher von Konzerten oder Sportveranstaltungen, die nicht in Wien nächtigen wollten. Der Zug fuhr um 00.09 Uhr in Wien ab. Damit war ab Mitte Dezember Schluss. Die letzte Tagesrandverbindung Wien-Wels fuhr im Westbahnhof um 22.20 Uhr ab.
Die ÖBB argumentierten, dass es sich um einen internationalen Zug mit Schlaf- und Liegewaggons und nur wenigen Sitzplätzen handle. Etliche Reisende hätten sich über die vielen Stopps beschwert. Das wollten Bahnfahrer aus Wels und dem Salzkammergut – auch in Attnang-Puchheim blieb der EN 462 nicht mehr stehen – nicht gelten lassen und protestierten. Noch dazu, weil der Zug in Salzburg über eine Stunde Wartezeit hatte.
Nun informiert die ÖBB in einem Brief die Welser Grünen, die federführend am Protest waren: „Die von den ÖBB durchgeführten Zählungen würden einen Halt dieses Zuges in Wels Hbf nur an wenigen Tagen im Jahr rechtfertigen. Die ÖBB-Personenverkehr AG hat aber mit dem Land Oberösterreich Ende April eine Vereinbarung getroffen, die es möglich macht, die Halte in Wels und Attnang-Puchheim für den EN 462 ab 14. Juni wieder aufzunehmen.“ Das Land zahlt also für die Halte.
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