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Vier Freunde aus Peuerbach helfen in Nepal den Erdbebenopfern

PEUERBACH. Erlös aus Vorträgen und Sponsorengelder fließen in Holzhäuser und medizinische Hilfe.

Vier Freunde aus Peuerbach helfen in Nepal den Erdbebenopfern

Freude über Fußbälle und Badmintonschläger in einem Waisenhaus nahe der Hauptstadt Kathmandu. Bild: privat

Der Peuerbacher Willi Rupertsberger war schon länger auf der Suche nach einem Hilfsprojekt, wo er selbst mitanpacken konnte. Die Wahl fiel schließlich auf eines der ärmsten Länder der Welt, das durch die Erdbebenkatastrophe im Frühjahr 2015 besonders schwer getroffen wurde. Mit seinen drei Freunden, dem Peuerbacher Bürgermeister Wolfgang Oberlehner, Josef Razenberger und Anton Mayrhofer, reiste er 2016 erstmals nach Nepal, um für Erdbebenopfer Holzhäuser zu bauen. Der Kontakt lief über Raphael Langerhorst, einem Stroheimer, der sich schon länger in dem Land engagiert.

"Dieses Mal haben wir die Hilfe mit dem Bergsteigen kombiniert. Dafür haben wir einen Guide und Träger organisiert. Denn auch das fällt für mich unter Hilfe, den Menschen Arbeit zu geben", sagt Rupertsberger. Zumal nach dem Erdbeben der Touristenstrom in das Land der 8000er abgeebbt ist.

Die Peuerbacher waren im Februar mehr als drei Wochen unterwegs. In der Hauptstadt Kathmandu kauften sie ein EKG und Sauerstoffgerät für eine Krankenstation. "Da durch unsere Hilfe für einzelne Familien auch Neid entstanden ist, haben wir uns dafür entschieden. Von den medizinischen Geräten profitieren etwa 4000 Menschen", erzählt Rupertsberger. Für die Kinder eines Waisenhauses besorgten sie Fußbälle und übergaben 1000 Euro an die Heimleitung. Auf dem Programm stand auch der Besuch der Organisation Maiti, die sich um Mädchen kümmert, die in die Prostitution gezwungen wurden. Pro Jahr werden rund 100 Kinder aus indischen Bordellen zurückgeholt. Besonders beeindruckend war für die Peuerbacher das Zusammentreffen mit der Gründerin von Maiti, Anuradha Koirala, einer starken und charismatischen Frau.

Die Hilfsgelder stellen die vier bei ihren Vorträgen auf, bei denen sie um freiwillige Spenden bitten, und über Sponsoren, wie die Firma Fill in Gurten, wo Rupertsberger beschäftigt ist.

Eine Schule für Nepal

Noch ist es für Willi Rupertsberger eine Vision. "Aber vielleicht wird sie ja Wirklichkeit und wir errichten eine Schule in Nepal", sagt er. Es gibt bereits Kontakt zu einem Helfer, der Schulen aus Bambusholz errichtet. Zusammenarbeiten wollen sie auch mit der Lehrerin Brigitte Söllinger aus Meggenhofen, die sich ebenfalls in Nepal engagiert. "Eine Schule ist schnell errichtet, sie funktioniert aber nur mit guten Lehrern. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, österreichische Junglehrer, die noch keine Anstellung haben, dafür zu gewinnen", so der 53-Jährige.

Über ihren Hilfseinsatz und ihre Bergtouren berichten Josef Razenberger, Willi Rupertsberger, Anton Mayrhofer und Wolfgang Oberlehner bei ihrem Vortrag am Donnerstag, 4. Mai, um 20 Uhr im Pfarrheim Peuerbach. Eintritt: freiwillige Spenden zugunsten der Projekte in Nepal.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 21. April 2017 - 00:04 Uhr
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