Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 21. November 2017, 03:47 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Dienstag, 21. November 2017, 03:47 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Wels

Umsatzrückgänge um 60 Prozent: Ärger über Kreisverkehr-Baustelle

EFERDING. Mit Schulbeginn hätte es freie Fahrt geben sollen – Kaufleute über Verzögerung verärgert.

Autofahrer brauchen noch etwas Geduld. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich noch bis Freitag.    Bild: (Maringer)

Mit Schulbeginn hätten eigentlich auch die Bauarbeiten beim Eferdinger Kreisverkehr bei der Rot-Kreuz-Bezirksstelle beendet werden sollen. Allerdings wird er je nach Witterung frühestens am Freitag wieder für den Verkehr freigegeben. Das ärgert die Kaufleute. „Meine Firma ist seit drei Wochen nur erschwert erreichbar, wir haben belegbare Umsatzrückgänge von etwa 60 Prozent“, sagt etwa Andreas Mathä vom gleichnamigen Fachmarkt in der Linzer Straße. Er habe Verständnis für dringend notwendige Bauarbeiten, aber nicht dafür, dass die Arbeiten täglich gegen 16 Uhr und Freitag bereits zu Mittag eingestellt werden.

Bürgermeister Severin Mair (VP) zeigt Verständnis für die Kaufleute, die sich darüber ärgern, dass die Baustelle nicht in der Urlaubszeit fertiggestellt wurde. „Es war nicht so geplant, aber nach Kanalbauarbeiten hat das Land entschieden, den Kreisverkehr gleich komplett zu sanieren und den ganzen Asphalt zu entfernen. Das war alles sehr kurzfristig. Wir haben eine negative Stellungnahme abgegeben, aber die wurde nicht berücksichtigt“, sagt Mair.

Kein Schwarzer Peter

SP-Stadtrat Peter Schenk findet es sinnvoll, dass der Kreisverkehr nun gleich und nicht zu einem späteren Zeitpunkt saniert wird. „Aber unsere Forderung war klar, dass das bis zum Schulstart erledigt sein muss.“ Die Stadtpolitik will sich jedenfalls nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen. Zuständig sei das Land.

Betroffen ist auch die Rot-Kreuz-Stelle Eferding. „Es ist für uns natürlich eine neuralgische Baustelle, weil es die Rettungsausfahrt betrifft und es zu Beeinträchtigungen kommt. Aber wir sind bisher zu allen Einsätzen rechtzeitig rausgekommen“, betont Bezirksrettungskommandant Franz Puttinger.

Stadtrat Peter Schenk hofft, dass mit kommendem Montag der Ärger wieder verflogen ist. „Es ist schwierig, es allen recht zu machen. Wenn die Straßen kaputt sind, schimpfen die Autofahrer, wenn saniert wird, schimpfen die Kaufleute.“

Bereits seit dem Frühjahr ist die angrenzende Ludlgasse eine Baustelle. Dort wird ein Regenentlastungsbecken gebaut. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober dauern, die Zufahrt ist nur für Anrainer möglich.

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Von Michaela Krenn-Aichinger 12. September 2017 - 22:04 Uhr
Weitere Themen

Neue Bahnhofgarage in Wels: Müssen Pendler zahlen?

WELS. ÖBB basteln noch an einem Tarifmodell. Bahnkunden sollen gratis oder zu Minimaltarif parken dürfen

Bio zum Frühstück im Café mit der Wand aus Moos

WALLERN.Am Malznerhof tischen Barbara Drescher und Markus Hochmair Vegetarisches und Veganes auf

Welser TVN sucht engagierte Betreuer für die nächste Skifahrer-Generation

WELS. Es wird immer schwieriger, Menschen für ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen

Wels macht wieder Schulden: Geld aus Sparkasse-Verkauf fast aufgebraucht

WELS. Stadt verdoppelt 2018 die Investitionen auf 30 Millionen Euro, daher braucht es Kredite

Abriss des Hotels Mariandl könnte Nachspiel für Gemeinde haben

GALLSPACH. Martin Zeileis fordert Schadenersatz und klagt eine halbe Million Euro ein.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!