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Sturmschäden sind noch immer nicht behoben

WELS. Welser Grüne kritisieren Personalkürzungen. Chef der Stadtgärtner weist Kritik zurück und begründet Rückstand

An manchen Stellen sind die Sturmschäden vom 19. August noch nicht beseitigt. Bild: Symbolbild: OÖN

Weil Personal gekürzt wurde, sei die Welser Stadtgärtnerei bei der Aufarbeitung von Sturmschäden in Verzug. Diesen Vorwurf erheben jetzt die Welser Grünen. Tatsächlich sind zwei Stadtparks vier Wochen nach dem verheerenden Orkan, der im Innviertel ein großes Festzelt wegfegte, wegen Aufräumarbeiten weiterhin gesperrt. Im Schlosspark Lichtenegg und im Slacklinepark Noitzmühle wird erst am Dienstag begonnen, abgeknickte Äste zu entfernen. Umgestürzte Bäume, die den Treppelweg zwischen Wels und Gunskirchen verlegten, wurden inzwischen zur Seite geschafft. Auch am Thalheimer Reinberg, der in die Zuständigkeit der Welser Stadtgärtnerei fällt, blockierten Bäume noch bis vor kurzem die Spazierwege.

Warten auf Klettertechniker

„Bei den Sparmaßnahmen beim Magistrat fehlt jede Treffsicherheit“, beklagt Stefanie Rumersdorfer in einer Aussendung: „Dort und auch im Sozialbereich wird Personal abgebaut, das offensichtlich dringend benötigt wird“, mutmaßt die grüne Mandatarin. Erstmals im Frühsommer hatten die Grünen den Zustand von Welser Freizeitanlagen angeprangert – „in der Hoffnung, dass diese Zustände gebessert werden. Leider ist dem nicht so“, bedauert Rumersdorfer.

Günter Haslmaier, Leiter der Stadtgärtnerei, bestätigt auf Anfrage der Welser Zeitung die Sperre beider Parks. Dass seine Mannschaft in Verzug geraten sei, weil es an Personal fehle, bestreitet der Chef von 41 Mitarbeitern: „Wir würden die Bäume nicht schneller wegschneiden, wenn wir mehr Leute hätten“, so Haslmaier. Warum dann die Verzögerung? „Die Sperre beider Parks in der Noitzmühle und in Lichtenegg hat einen einfachen Grund. Die Sturmschäden an Baumkronen können dort nur von Seilklettertechnikern behoben werden. Wo wir selbst nicht hinauf kommen, müssen wir externe Firmen beauftragen.“ Deren Arbeitstempo könne man nicht beeinflussen: „Nach Stürmen sind solche Firmen rund um die Uhr beschäftigt. Ich habe aber die Zusage, dass die Schäden bis nächsten Mittwoch beseitigt sein werden.“

Im Bereich Treppelweg habe man die umgestürzten Äste und Bäume zwischen dem Hundeabrichteplatz und der Autobahnbrücke rasch beseitigt. Der Gehweg bis zum Welser Wehr wurde mit Verspätung von privaten Waldbesitzern freigemacht.

Die von den Welser Grünen kritisierten Personalkürzungen kann Haslmaier bestätigen: „Aktuell haben wir 41 Dienstposten. Aufgrund der Magistratsreform sollen wir drei Posten einsparen.“ Über natürliche Abgänge sei dies möglich: „Es wird niemand gekündigt“, verspricht der Chef der Welser Stadtgärtner. Die entstandene Lücke will man mit Hilfe des Sonderarbeitsprogramms der Regierung für ältere Arbeitnehmer schließen. Auch an den Einsatz von Asylwerbern werde gedacht.

Laut Haslmaier steht die schleppende Aufarbeitung der Sturmschäden nicht im Zusammenhang mit den Arbeiten in der Gärtnerstraße. Dort fielen 40 Kastanien dem neuen ÖBB-Parkhaus zum Opfer: „Der Einsatz war nach vier Tagen abgeschlossen.“

 

 

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Artikel Erik Famler 13. September 2017 - 22:04 Uhr
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