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So werden die Bewohner des höchsten Hauses von Wels vor Bränden geschützt

WELS. Nach dem Hochhausbrand in London haben viele Wohnungsbesitzer ein mulmiges Gefühl.

Die erste Brandschutzübung im sanierten „Maresi“-Hochhaus verlief erfolgreich. Am Freitag gab es Fehlalarm.  Bild: Lauber

Das Flammeninferno im Londoner Grenfell-Tower hinterlässt bei Bewohnern von Hochhäusern ein mulmiges Gefühl, auch bei jenen des höchsten Hauses von Wels, dem „Maresi“-Hochhaus. Das Gebäude mit 26 Stockwerken, 160 Wohnungen und 88 Metern Höhe ist erst im Vorjahr umfangreich saniert worden, allein 800.000 Euro kostete der Brandschutz. Brandschutzwart und Haustechniker Peter Astleitner hat in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit beunruhigten Bewohnern geführt. „Ich habe dabei immer betont, dass unsere hohen Sicherheitsstandards mit jenen in London nicht vergleichbar sind. Brennen kann es überall, aber die Flammen könnten nicht in dieser Geschwindigkeit übergreifen. Bei uns könnte sich das Feuer auch nicht über die Fassade ausbreiten, die aus Beton ist“, sagt Astleitner.

Bei der Generalsanierung wurde außerdem ein Brandschutzsystem installiert, eine sogenannte Druckbeaufschlagung. Im Brandfall wird ein Überdruck erzeugt, der den Rauch von den Stiegenhäusern fernhält. Die Fluchtwege bleiben somit rauchfrei und die Bewohner können von dort ins Freie evakuiert werden. Die Feuerwehr kann über einen Sicherheits-Aufzug in die höheren Etagen gelangen.

Astleitner betont, dass auch bei einer Übung mit der Welser Feuerwehr alles perfekt funktioniert habe. Auch der kurze Anfahrtsweg von der Hauptfeuerwache garantiert für die notwendige Schnelligkeit und Sicherheit.

Die Feuerwehr betont, dass Brandschutz in Österreich auf sehr hohem Niveau ist. Bei Einhaltung der strengen Standards sei eine Brandausbreitung in der Dimension wie in London praktisch unmöglich.

Einen Brand im „Maresi“-Hochhaus gab es zuletzt im November, als es zu einem Glimmbrand im Müllraum kam. Damals war die neue Brandschutzanlage noch nicht in Betrieb. Dieser Müllraum ist mit drei Brandmeldern abgesichert und für die Bewohner nicht zugänglich. Sie entsorgen ihren Restmüll über einen Müllschacht, der Abfall landet dann in diesem Abfallraum. Nach Auskunft von Helmut Ehrengruber von der Hausverwaltungsfirma IV-Immobilien dürfte damals eine achtlos weggeworfene Zigarette den Glimmbrand ausgelöst haben.

Zum Glück falschen Alarm gab es am vergangenen Freitag. Bei Reinigungsarbeiten kam es zu einer Staubentwicklung, wodurch ein Brandmelder anschlug. Der Einsatz war für die Feuerwehr nach kurzer Zeit wieder beendet.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 19. Juni 2017 - 00:05 Uhr
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