Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 29. Mai 2017, 07:42 Uhr

Linz: 13°C Ort wählen »
 
Montag, 29. Mai 2017, 07:42 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Wels

Pennewanger pilgerte mit dem Rad nach Lourdes – trotz Pannenserie

PENNEWANG. Gerold Kandolf (54) gibt nicht so schnell auf. Trotz einer verflixten Pannenserie fuhr der dreifache Vater mit dem Rad von daheim nach Lourdes. Dort traf er dann auf Pennewanger Pilger, die den bequemen Weg mit dem Bus gewählt hatten. Er strampelte sich lieber 2100 Kilometer ab.

Pennewanger pilgerte mit dem Rad nach Lourdes – trotz Pannenserie

Nach 2100 Kilometern waren Gerold Kandolf und sein Rad am Ziel. Bild: kandolf

„Ich würde es sofort wieder tun“, sagt Gerold Kandolf. Es sei der schönste Urlaub seines Lebens gewesen. Der Pennewanger radelte Anfang September von zu Hause exakt 2100 Kilometer nach Lourdes – zurück ging es dann mit den anderen im Bus.

27 Kilo abgenommen

„Dabei bin ich eigentlich kein Radfahrer, sondern habe extra 27 Kilo abgenommen, damit ich mit dem Gepäck nicht zu schwer bin“, sagt der 54-Jährige. Aber die Strapazen haben sich gelohnt. Kandolf fuhr zuerst entlang der Donau über Regensburg, durch das Elsass und via Rhone-Tal in die Pyrenäen. 17 Tage brauchte er von Pennewang bis Lourdes. „Ich wäre aber schneller gewesen, hätte ich nicht eine verflixte Pannenserie gehabt.“ Nach 1600 Kilometern in der Nähe von Montpellier habe er auf nur 50 Kilometern insgesamt fünf Patschen gehabt. „Da bin ich fast verzweifelt.“

Zu Hause zitterten seine Frau Ernestine und die Kinder mit – auch weil Kandolfs Vater einst beim Radfahren ums Leben kam. Sie verfolgten seine Bewegungen auf einer großen Karte und steckten seine Positionen ab. „Für sie war es fast noch ein größeres Abenteuer wie für mich“, sagt Kandolf. Doch es ging alles gut, gefährlich waren nur die Streckenabschnitte auf den vielbefahrenen Straßen wie in Lyon. „Da musst du aufpassen.“

Übernachtet hat der Pennewanger in Hotels, nur einmal schlief er im Zelt, „damit ich es nicht umsonst mitgenommen habe.“ Zum Wasser-Auftanken machte er Halt an Tankstellen oder kaufte kurz bei Supermärkten ein, gegessen hat er dann am Rad.

Die Einsamkeit und die Schönheit der französischen Kanäle haben Gerold Kandolf am besten gefallen und jener unvergessliche Tag als sein Rad von selbst fuhr. „Einmal hätte ich 7 Beaufort Windstärke Rückenwind. Da machst du 20 bis 25 km/h ohne zu treten.“

Kommentare anzeigen »
Artikel Von Clemens Thaler 29. September 2010 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Früherer Obmann kehrt Kaufmannschaft den Rücken

WELS. Tanzschulbetreiber Christoph Hippmann sieht in einer Mitgliedschaft bei der Welser Kaufmannschaft ...

Schlankere Verwaltung: Stelzer berät mit Bürgermeistern der Statutarstädte

WELS. Bürgermeister Rabl legt heute mit Landeshauptmann Stelzer den Fahrplan für die Kooperation der ...

Will holt bei Linz-Triathlon Gesamtsieg

WELS/LINZ. Zu Beginn seiner bereits 31. Wettkampfsaison war Welser Routinier nicht zu schlagen. 

Die Suche nach Paten für minderjährige Flüchtlinge wird immer schwieriger

Gallspacher Wohnheim für junge Asylwerber hat gute Erfahrungen mit seinem Patenprojekt

4500 stürmten bei Besuchertag die Welser Kaserne

WELS. Großer Andrang herrschte am Freitag beim Tag der offenen Tür in der Welser Hessenkaserne.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!