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Passivhaussiedlung in Parz wurde nun endgültig zu Grabe getragen

GRIESKIRCHEN. 220.000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um teilweise gescheiterte oder zu teure Projekte abzuschließen. Planungskosten für das ökologische Dorfentwicklungskonzept und Kostenüberschreitungen beim Bau der Sportanlage wurden im Gemeinderat genehmigt.

Passivhaussiedlung in Parz wurde nun endgültig zu Grabe getragen

Maria Pachner bei ihrem Amtsantritt im Gemeinderat. (Maringer) Bild: Maringer

Rund 135.000 Euro haben sich im Laufe der vergangenen acht Jahre angehäuft, um das ökologische Dorf- und Stadtentwicklungskonzept zu erstellen und in Teilen umzusetzen. Ein großer Brocken davon wäre eine Passivhaussiedlung im Ortsteil Parz gewesen, die aber nie zustande gekommen ist. Und vor wenigen Wochen hat die Raiffeisenbank Region Grieskirchen, die gemeinsam mit den Architekten Poppe Prehal aus Steyr für Umsetzung und Vermarktung verantwortlich zeichnete, dieses Projekt aus Mangel an Interessenten „zu Grabe getragen“.

Zu Recht, wie auch Amtsleiter Adolf Hehenberger bestätigt, wurde damals vereinbart, dass die Raiffeisenbank sich an den Projektkosten zu 50 Prozent beteiligen wird, wenn die Passivhaussiedlung auch wirklich entsteht. Diese müssen nun von der Gemeinde getragen werden. „Es wäre schön gewesen, wenn es geklappt hätte. Das Konzept für die ökologische Dorf- und Stadtentwicklung ist aber nach wie vor aufrecht“, sagt Bürgermeisterin Maria Pachner. Eine unmittelbare Folge sei beispielsweise, dass das Schulzentrum und der neue Kindergarten in Niedrigstenergiebauweise gebaut wurden. Eine weitere jahrelange Baustelle in der Stadtgemeinde soll nun endlich zum Abschluss gebracht werden. Für die Fertigstellung des Umbaues der Sportanlage des SV Pöttinger Grieskirchen und eine adäquate Eröffnung genehmigte der Gemeinderat noch einmal 85.000 Euro. „Daran ist allerdings die Verpflichtung geknüpft, dass ein externer Prüfer sich die Bauabwicklung und die finanzielle Gebarung beim Umbau genau ansehen und auch in Folge kontrollieren wird“, sagt Pachner.

Bauherr Gemeinde KEG

Bauherr bei der Sportanlage ist offiziell die Stadtgemeinde Grieskirchen Infrastruktur KEG. Diese hat jedoch mit einer Mondseer Baufirma und einem Architekten einen Vertrag abgeschlossen, die für Umbau und die frist- und kostengerechte Abwicklung zuständig sind.

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Kosten nicht eingehalten und so der Bau nicht fertiggestellt werden kann. „Mit diesem letztmaligen Zuschuss muss das Projekt abgeschlossen werden“, sagt Maria Pachner.

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Artikel Von Martin Povacz 10. Juni 2009 - 00:04 Uhr
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