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Neuer Bücherbus, oder die unendliche Geschichte

WELS. Obwohl die Stadt 500.000 Euro budgetiert hat, ist der für den Herbst geplante Starttermin nicht zu halten

Neuer Bücherbus, oder die unendliche Geschichte

Seit 2015 außer Betrieb, Ersatz ist weiterhin nicht in Sicht. Bild: ÖVP

Eine ganze Volksschul-Generation wird in der Einkaufsstadt ohne dem Angebot eines Bücherbusses aufwachsen. Seit August 2015 ist die rollende Bibliothek Geschichte, weil der Bus nach 30 Dienstjahren nicht mehr verkehrstüchtig war. Wann Ersatz kommt, steht in den Sternen.

Die ÖVP engagiert sich seit Jahren für den Erhalt dieses Angebotes, drängte bereits 2012 auf einen Kauf. Nach der Wahl 2015 war die Investition Teil des Koalitions-Paktes zwischen ÖVP und der FPÖ.

Zuständig ist Bildungsreferent Johann Reindl-Schwaighofer (SPÖ), der vor zweieinhalb Jahren einen Arbeitskreis ins Leben rief, in dem Vor- und Nachteile verschiedener rollender Büchereien debattiert werden sollten. Denn es stand auch ein Lkw-Aufbau als Bus-Ersatz zur Debatte.

Schließlich kam es im Sommer 2017 zu einer Einigung. Der Gemeinderat beschloss im Juli einstimmig die 500.000-Euro-Investition, die heuer im Herbst hätte in Betrieb gehen sollen – nach einer EU-weiten Ausschreibung durch die Bundesbeschaffungsagentur. Der Termin wird allerdings nicht zu halten sein: Der Gangfunk im Rathaus kennt auch schon einen Schuldigen: "Das Projekt ist dem Bürgermeister kein wichtiges Anliegen", wird dort gemunkelt.

Die OÖNachrichten erfuhren: Ein renommierter Bücherbus-Anbieter aus Finnland hat zum Jahreswechsel sein Angebot zurückgezogen. Er wollte für eingebaute Fremdgeräte (z. B. Bildschirme ...) keine Haftung übernehmen. Ein Anbieter aus Frankfurt/M. blieb im Rennen. Die Deutschen bauen aber überlange Busse um. Diese dürfen hierzulande nur mit Sonder- und Routen-Genehmigung gefahren werden.

"Wir hätten den Bus um 30 Zentimeter kürzen lassen müssen – bei Kosten von bis zu 80.000 Euro", erklärt ÖVP-Gemeinderat Markus Wiesinger. Nun steht fest, dass Wels die Genehmigungen erhält.

Damit der Probleme nicht genug: Weil die Deutschen die einzigen Anbieter sind, wird nun das Ausschreibungsverfahren verändert: "Nun handelt es sich um ein Verhandlungs- und nicht mehr um ein Anbieterverfahren", erklärt Kulturstadtrat Reindl-Schwaighofer. In Direktgesprächen soll nun mit den Deutschen über den Preis verhandelt werden. Und wenn man sich einig wird, dauert die Produktion des Bücherbusses immer noch rund ein Jahr.

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Artikel Friedrich M. Müller 04. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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