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Erste Zwischenbilanz beim Abendbus: „Wir liegen über den Erwartungen“

WELS. Pro Kurs um fünf Fahrgäste mehr – Verkehrsstadtrat macht sich stark für Tangential-Linie

Die Fahrgastzahlen der Linie Wels klettern konstant in die Höhe. Die Einführung der Abendbusse gibt dem öffentlichen Verkehr einen zusätzlichen Schub. Bild: OÖN

Im September führte die Linie Wels den Abendbus ein. Das neue Angebot kam auf Wunsch der Bevölkerung zustande, die sich bei einer Bürgerbefragung für eine Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs entschied.

„Wir liegen über unseren Erwartungen. Quer durch die ganze Woche sind es pro Kurs um fünf Fahrgäste mehr“, zieht Unternehmenssprecherin Gabi Vockenhuber eine vorläufige Bilanz. Die fünf Fahrgäste pro Abendkurs ergeben hochgerechnet auf ein ganzes Jahr nur etwa 0,4 Prozent der Fahrgastfrequenzen. Von einem großen Erfolg zu sprechen, wäre demnach übertrieben.

Die höchsten Frequenzen werden an den Samstagen gemessen, gefolgt vom Freitag. Zu Wochenbeginn sei das Gedränge in den Abendbussen überschaubar. Welser Jugendliche sind die wichtigste Zielgruppe. Der Linienverkehr ist täglich außer Sonntag bis 22.25 Uhr unterwegs.

Kaum Mehreinnahmen

Mehreinnahmen werden durch die Ausweitung kaum lukriert: „Die Erlöse bei den Fahrscheinen sind überschaubar. Genutzt werden die Abendbusse in erster Linie von Fahrgästen mit Wochen- und Monatskarte. Aus den Erfahrungen in anderen Städten war das aber zu erwarten“, betont Vockenhuber.

Die Linienbusse sind zwei Stunden länger als bisher unterwegs. Der finanzielle Aufwand war ursprünglich mit 110.000 Euro jährlich prognostiziert. Die tatsächlichen Kosten könne man erst nach einem Jahr bestimmen, heißt es aus dem Unternehmen.

Der Abgang der Linie Wels wird bekanntlich vom städtischen Energieversorger eww getragen. Der Mehraufwand beim Linienverkehr spiegelt sich aber in der Dividende von der eww an die Stadt wider. 2016 beförderte die Linie Wels 7,25 Millionen Fahrgäste. Für das abgelaufene Jahr wird mit einer deutlichen Steigerung gerechnet und das nicht nur wegen der Einführung der Abendbusse: „Die Frequenzen sind von Jahr zu Jahr gestiegen. Für 2017 erwarten wir ein Rekordergebnis“, sagt Vockenhuber.

In diesem Jahr entscheidet sich die bereits andiskutierte Einführung einer Tangentiallinie von der Noitzmühle in die Neustadt und zurück. Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner (SPÖ) will sie besser heute als morgen einführen: „Die Entscheidung treffe nicht ich, sondern der Aufsichtsrat der eww“, sagt Hoflehner. Er selbst könne nur lästig sein und die Verbesserungen im Linienverkehr einfordern. „Ich werde das Thema ganz sicher auf die Tagesordnung in einem der nächsten Verkehrsausschüsse setzen.“

Rückendeckung für Hoflehner

Rückendeckung bekommt Hoflehner in dieser Frage von Linie-Wels-Sprecherin Vockenhuber: „Diese Tangentiallinie würde zu einer Entlastung der Zentrumslinien führen und vielen Fahrgästen das Umsteigen am Kaiser-Josef-Platz ersparen.“

Die Zielgruppe einer neuen Linie wären Jugendliche, die in der HBLW beziehungsweise in die Gymnasien der Neustadt zur Schule gehen sowie die Patienten und Mitarbeiter des Welser Klinikums.

Klaus Hoflehner, Verkehrsstadtrat über die geplante Tangential-Linie

 

 

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Artikel Von Erik Famler 03. Januar 2018 - 01:18 Uhr
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