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Bangen um rechtzeitige Zustellung der Wahlkarten

LAMBACH. Nervosität bei Briefwählern in Lambach: Wahlkarten sind auf dem Postweg fast zwei Wochen versackt - Behörde wurde eingeschaltet

Die Post versprach gestern die Zustellung der ausständigen Wahlkarten. Bild: APA

Nicht gut zu sprechen auf die Post ist der Lambacher Wolfgang Gersuny. Bereits seit 29. September wartet er auf seine Wahlkarte für die Nationalratswahl am 15. Oktober und verschiebt deshalb seinen geplanten Urlaub immer wieder. „Es kann nicht sein, dass mein Wahlrecht irgendwo zwischen Lambach und dem Postverteilerzentrum Allhaming verlorengeht“, ärgert sich der Pensionist. Hätte er das Hotel schon gebucht, würde er die Kosten liebend gern der Post weiterverrechnen, so Gersuny. Er und seine Gattin sind allerdings nicht die einzigen Briefwähler, die immer noch auf Post warten und mit diesem Schneckentempo nicht gerechnet haben.

Nachforschungsauftrag

Die zuständige Mitarbeiterin am Lambacher Gemeindeamt bestätigt, dass 18 Anrufer nachgefragt haben, wo denn die Wahlkarten bleiben würden. Versendet wurden die Wahlkarten, die eingeschrieben verschickt werden, am 27. oder 28. September. Sowohl Gersuny als auch die Gemeinde stellten einen Nachforschungsauftrag über deren Verbleib. Bis Dienstag gab es nur die Auskunft, dass sie bei der Post eingegangen sind, allerdings nicht, wo sie auf dem Postweg versackt sind. Die Gemeinde alarmierte daraufhin die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land, weil es nicht sein kann, dass die Betroffenen um ihr Wahlrecht gebracht werden. Denn, wenn jemand per Brief wählen will und die Post nicht ankommt, ist das Versenden einer zweiten Wahlkarte nicht erlaubt.

Bezirkshauptmann Josef Gruber schaltete die Landeswahlbehörde ein. „Würden die Wahlkarten nicht rechtzeitig ankommen, hätte die Post ein großes Problem und sich zu rechtfertigen, die Menschen um ihr Wahlrecht zu bringen“, sagt Gruber.

Gestern kam dann schließlich doch endlich Bewegung in die Sache. Post-Pressesprecher Michael Homola versprach im Gespräch mit den OÖNachrichten eine Zustellung für die neun von der Gemeinde gemeldeten Adressen noch für den gestrigen Tag. „Wo genau der Fehler passiert ist, kann ich leider nicht sagen“, so Homola.

Bei Familie Gersuny sind die Wahlkarten gestern allerdings noch nicht eingetroffen. „Bei uns kommt die Post allerdings dienstags nicht, sollten die Wahlkarten am Mittwoch nicht dabei sein, werden wir wieder alle Hebel in Bewegung setzen“, sagt Gersuny. Eigentlich wollte er seine Wahlkarte ja persönlich im Gemeindeamt abholen, aber da war sie bereits eingeschrieben auf dem Postweg zu seiner Lambacher Adresse. Dass dieser Weg zwei Wochen dauern würde, konnte er nicht ahnen.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 12. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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