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BRAVO-Kaufhaus in Bachmanning ist Vorzeigemodell für ländlichen Raum

BACHMANNING. Verein erfüllt in 700-Seelen-Gemeinde mit Geschäft und Café auch eine soziale Funktion.

Wenn der letzte Wirt zusperrt und das einzige Kaufhaus den Geist aufgibt, sind kleine Gemeinden zum Aussterben verurteilt. In Bachmanning gingen Politiker und engagierte Bürger einen anderen Weg. Dort betreibt ein Verein seit 2014 ein Lebensmittelgeschäft. Das Kaufhaus BRAVO (Bachmannings Regionale Alternative Vor Ort) vereint Poststelle, Kaffeehaus, Lebensmittelgeschäft und Catering. Obmann ist der frühere Bürgermeister Franz Brenneis, der jetzt nach mehr als drei Jahren Bilanz zieht: "Im Bezirk und darüber hinaus hat BRAVO Vorzeigecharakter. Die Ehrenamtsarbeit trägt aber wesentlich dazu bei, dass unser Modell funktioniert."

Beliefert wird das BRAVO von 20 regionalen Selbstvermarktern und der Firma Pfeiffer. Mit einem kleinen Team und den Vereinsvorständen entwickelte Geschäftsleiterin Christa Schett ein Angebot, das für Bachmanning maßgeschneidert ist. Für private Feste wird Catering samt Ausstattung angeboten. Neben der Versorgung mit Speis und Trank kann man sich Bierzeltgarnituren, Schankanlagen, Gläser und sogar eine Kiste für ein "Kistnbratl" leihen. In den Regalen finden sich selbstgemachte Hascheeknödel, Haussulz und schmackhafte Aufstriche.

Zu einem beliebten Treffpunkt im Ort hat sich das angeschlossene Kaffeehaus entwickelt. Mit individuellen Frühstücksvariationen und einem gemütlichen Plausch beginnt man in Bachmanning den Tag.

Dennoch ist das BRAVO kein Selbstläufer: "Mit 420.000 Euro Jahresumsatz können wir gerade Mal unsere Kosten decken. Wünschenswert wäre ein Umsatzzuwachs von etwa zehn Prozent", sagt Brenneis. Förderungen gibt es nur für Investitionen. Das Startkapital von 36.000 Euro stammt von 100 Bachmanningern und wird in fünf Jahren durch Einkäufe eingelöst.

Der Idealfall, so Brenneis, sei die Übernahme durch Mitarbeiter oder einen Unternehmer. 

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Artikel (fam) 06. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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