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Oberösterreich  > Wels

47 Millionen für neue Infrastruktur sollen Investitionsstau beenden

WELS. Welser FP-VP-Koalition präsentierte dickes Maßnahmenpaket vom Kindergartenbau bis zur neuen Filteranlage im Welldorado.

Demonstrativ harmonisch verlief die gestrige Präsentation der Infrastruktur-Pakets für die nächsten zwei Jahre. "Wir sind unterschiedliche Parteien mit verschiedenen Programmen, doch gemeinsam haben wir schon vieles bewegt", sparte VP-Obmann Peter Csar nicht mit Lob – respektive Selbstlob – für die Arbeit der Stadtkoalition. Bürgermeister Andreas Rabl (FP) stimmte freundlich zu.

Die mageren Jahre seien vorbei. Der "Investitionsrückstau", entstanden aus den Folgen der Wirtschaftskrise 2008, werde nun schrittweise abgebaut. In den nächsten zwei Jahren sollen bis Ende 2019 mehr als 47 Millionen Euro in die städtische Infrastruktur fließen. Der größte Brocken von 33 Millionen wird noch heuer fällig. Allein zehn Millionen Euro kostet es, das Amtsgebäude Greif zu errichten. Gleichzeitig sind Investitionen ins Rathaus vorgesehen. In neue IT, neues Bürokonzept und die Verlegung des Trauungssaals (in die Burg). 2,1 Millionen Euro fließen in den städtischen Fuhrpark "Der Großteil der Fahrzeuge ist zehn bis 15 Jahre alt. Die Reparaturkosten erschlagen uns", wählt Rabl drastische Worte für den Aufholbedarf bei Müllabfuhr, Winterdienst usw.

Neben einem Upgrading der Markthalle, der Renovierung des historischen Wasserturms am Zwinger und der Neugestaltung von Stadtplatz und K.J. wird auch Geld in die Senioren- und Kinderbetreuung fließen. Das Generationenhaus beim Spitzer-Heim befindet sich in Planung. Die Sanierung zweier Kindergärten steht in der Pernau an. Ein dritter soll neu gebaut werden. Kostenpunkt: rund 4,7 Millionen Euro. Noch teurer kommt die Autobahnanschlussstelle Wimpassing mit mehr als 7,2 Millionen Euro. Die Absiedlung der ungeliebten Busdrehscheibe am K.J. ist weiter ein Thema. Csar: "Ich hoffe, dass wir sie doch noch wegbekommen". Die Möglichkeit eines Doppelknotens (Bahnhof und K.J.) werde gerade geprüft.

So manche investierte Million wird für den Bürger nicht sichtbar. Die neue Filteranlage im Welldorado zum Beispiel, die sagenhafte 1,5 Millionen Euro verschlingt.

Positive Überraschung

Die investierten Summen sollen nicht nur aus dem Sparkassen-Erlös staCsarmmen, sagte Rabl: "Es steigen nicht nur die Steuereinnahmen. Der Rechnungsabschluss 2017 birgt eine Überraschung", so Rabl vielsagend. Die Dimension des warmen Geldregens konnte er zahlenmäßig noch nicht beantworten. 

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Artikel (fam) 13. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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