Am Faschingsdienstag war es am frühen Abend auf dem Steyrer Stadtplatz heuer fast beschaulich ruhig. „Eine Katastrophe, jetzt reicht es endgültig“, sagt Werner Leschanowsky, Betreiber des Segafredo auf dem Stadtplatz. Dass das Kulturamt der Stadt heuer gar keine Faschingsaktivitäten auf dem Stadtplatz setzte, stößt ihm bitter auf. „Für jeden Mist wird Geld ausgegeben, aber auf dem herrlichen Stadtplatz passiert gar nichts“, sagt der Wirt. Schon der Perchtenlauf, der tausende Besucher in die Innenstadt gelockt habe, sei vergangenes Jahr aus Kostengründen abgesagt worden. „Jetzt bauen sie zum Fasching nicht einmal mehr eine Bühne für die Kinder auf, eine Schweinerei“, ist Leschanowsky erbost.
Das Stadtmarketing sieht sich für ein Faschingsfest auf dem Stadtplatz nicht zuständig. „Das ist in unseren Aktivitäten nicht vorgesehen. Unser Budget setzt sich aus Geldern der Stadt Steyr und der Steyrer Kaufleute zusammen“, erklärt Alfred Pech, Leiter des Stadtmarketings. Die Handelsbetriebe zeigen laut Pech an einer Veranstaltung zum Fasching in Steyr allerdings kein Interesse. „Die meisten Geschäfte hatten am Dienstag geschlossen.“ Und das, obwohl die Betreiber vom Stadtmarketing ermuntert worden sind, offen zu halten und selbst Aktivitäten zu setzen. Pech würde die Stadtplatz-Gastronomen organisatorisch unterstützen, wenn diese gemeinsam selbst ein Budget aufbringen würden.
Stadtplatz als Bühne
„Ich will uns Gastronomen da gar nicht aus der Pflicht nehmen. Wir werden nächstes Jahr was machen“, sagt Leschanowsky. Er fordert aber mehr Aktivitäten: „Die Stadt könnte beispielsweise Vereinen eine Genehmigung für einen Stand am Stadtfest nur unter der Bedingung erteilen, dass sie auch am Faschingsdienstag einen aufbauen.“ Ihm gehe es aber ohnehin nicht nur um den Fasching. „Der Stadtplatz ist eine der schönsten Bühnen Österreichs und wird nicht genutzt“, bedauert er. 10.000 Leute würden bei einem Konzert Platz finden, das hätten Messungen anlässlich des Hochwasserbenefizkonzerts vor zehn Jahren ergeben. Sein Vorschlag: Die Stadt sollte ein Eventbüro gründen, das sich um die Organisation kommerzieller Veranstaltungen kümmert. „Bei vier bis fünf Konzerten jährlich könnte die Stadt an die drei Millionen Euro lukrieren“, behauptet Leschanowsky.
Für den Tourismusverband sind weder der Fasching noch Großveranstaltungen auf dem Steyrer Stadtplatz ein Thema. „Im Konzept ‘Steyr am Nationalpark’ kommt das nicht vor“, sagt Eva Pötzl, Leiterin des Tourismusbüros. Bürgermeister Gerald Hackl und der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Gunther Mayrhofer waren gestern urlaubsbedingt nicht erreichbar.
Die Stadt kann gerade noch ihren Bürgermeister fürstlich entlohnen, natürlich auch die vollkommen unnötigen Vizebürgermeister und Stadträte.
Ja, auch für den aufgeblasenen Beamtenapparat unter sozialistischem Joch ist noch Geld da aber sonst ist "zusammengeräumt", wie man im Volksmund so sagt.
Man bemerkt nicht den Wildwuchs an Spielhöllen, nicht die "Kleingewerbetreibenden" am Bahnhof, die Leerstände in der Enge und bald auch wieder am "Grünmarkt" ......... aber will das Tor zum Nationalpark sein, mit einer Tourismusverbandführung, die vollkommen versagt und höchstens auf Messen Selbstbeweihräucherung betreibt.
Dass da der Faschingdienstag auch ausgeklammert wird, spart ein paar Euro, weil Überstunden der Strassenreiniger wegfallen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Aufgabe einer Gemeinde für die Bürger lustig zu sein?
Wenn da kein Bürger/Verein ist der solche Ideen trägt dann wirds nix...
nur mehr ums Geld geht und keine Herzensangelegenheiten mehr mitspielen, dann siehts halt so aus! Bereitschaft, Dinge unentgeltlich zu tun, ist out. Schade!
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