Die Werbung für den Multimediavortrag war bereits angelaufen, als Stangl am 13. August – angeblich – den Gipfel des K2 erreicht hat. „In den nächsten zwei Tagen haben wir 100 Karten verkauft“, erzählt Thomas Asen. Jetzt, nach dem Geständnis Stangls, doch nicht ganz oben gewesen zu sein auf dem berüchtigten Berg, rechnet der Steyrer sogar mit noch mehr Interesse – falls Stangl tatsächlich kommt. Die Gefahr, dass der Skyrunner nicht an die Öffentlichkeit treten will, bestehe natürlich.
Seit Jahren bereits lädt Asen Abenteurer nach Steyr ein. Üblich ist, dass sich die Vortragenden auch einer Diskussion stellen. Im Falle Stangls, würde sogar er, Asen, vorpreschen und vom Doch-nicht-K2-Bezwinger eine Rechtfertigung einfordern – falls das niemand anderer tut. „Bis zum 1. Oktober kann der Stangl ja auch noch ein bisschen nachdenken darüber“, so Asen wörtlich.
Ob der Skyrunner vorsätzlich betrogen oder tatsächlich – wie behauptet – einen Gipfelsieg halluziniert hat, traut sich Asen nicht zu beurteilen: „Dazu bin ich zu sehr Laie, dass ich das nachvollziehen könnte.“ Dass sich jemand etwas selbst einrede und selbst überzeugt sei von dem, was gar nicht so ist, das halte er sehr wohl für möglich. Allerdings habe auch er sich gewundert, dass Stangl vom angeblichen Gipfelsieg nicht mehr Beweise mitgebracht habe als ein Selbstporträt in Schnee und Eis. „Normalerweise werden da eindeutige GPS-Daten oder ähnliches geliefert.“
Bei seinem Vortrag in Steyr berichtet Stangl über sein Projekt „14 Seven Summits“. Er will alle höchsten und zweithöchsten Berge jedes Kontinents (inklusive Antarktis) in Rekordzeit besteigen. Zwei Gipfel fehlen ihm noch, darunter auch der K2. Dort, am zweithöchsten Berg der Welt, ist Stangl schon 2008 und 2009 gescheitert.
Laut Auskunft von Stangls Pressesprecher Willi Pichler wird der Skyrunner alle seine Vortragstermine wie geplant wahrnehmen und dabei auch zu seiner halluzinierten K2-Besteigung Stellung nehmen. „Da wird er nicht auskommen“, so Pichler wörtlich.
Nähere Infos zum Auftritt Stangls in Steyr gibt es auf www.kulturpanorama.at. Jene, die schon Karten haben und den Stangl-Vortrag nun nicht mehr besuchen wollen, können die Tickets zurückgeben.
sagt dann, er war in Steyr - und dann war er gar nicht dort. Wer einmal lügt.....
ist eine ganz andere Sache ,
als einen Gipfel "angeblich, dann wieder doch nur halb, das auch nur imaginär, bezwungen zu haben !
Manchmal sind auch Negativwerbungen sehr erfolgreich !
Schließlich bleibt er ein Sky-runner, der viele Erfolge vorweisen kann !
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