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Nach Verurteilung in erster Instanz behält „Billa“ Lieferanten im Regal

WALLSEE. Geflügelbauer Franz H. ist – nicht rechtskräftig – zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er das Mindesthaltbarkeitsdatum verfälscht haben soll. Bei „Billa“ bleiben die Eier aus seinem Betrieb weiter im Kühlregal.

Noch vor wenigen Wochen waren die Verpackungen mit dem Namen des Bauern und Eier-Großhändlers aus Wallsee etikettiert. Zwischenzeitig ist der Lieferant des REWE-Konzerns (Billa, Merkur) am Landesgericht St. Pölten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Weil Franz H. berufen hat, ist das Urteil nicht rechtskräftig und für den 53-jährigen Bauern gilt weiter die Unschuldsvermutung.

Der Staatsanwalt wirft dem Eierfabrikanten vor, bei seiner Ware das Mindesthaltbarkeitsdatum verfälscht zu haben. Laut Polizei wurden die Eier falsch gestempelt, womit sie bis zu 35 Tage verjüngt worden seien. Franz H. bestritt die Vorwürfe. Notizzettel, die seine Unschuld belegen sollten, hat die Polizei bei einer Hausdurchsuchung auf seinem Hof aber keine gefunden.

Zwischenzeitig sind Eierkartons bei Billa mit den Etiketten „Wallseer Frischei“ beklebt. Die Adresse als auch die Packnummer AT-30106 sind gleich geblieben und bestätigen die Herkunft aus H.s Betrieb. Auch die Stempel auf den Schalen 2-AT-4548175 prägen mit roter Tinte H.s Betriebsnummer auf.

Vor Gericht wurde H. in keiner Silbe vorgeworfen, verdorbene Lebensmittel verkauft zu haben. Weil die Frischware aber nicht immer so frisch wie angegeben gewesen sei, seien die Endverbraucher in Summe um 817.000 Euro geschädigt worden, errechnete der Gerichtsgutachter.

Beim Staatsanwalt gab der Zentraleinkäufer bei REWE Austria, Alfred Probst, zu Protokoll, dass ältere Eier für „uns als REWE definitiv nichts wert“ seien und ein solcher Lieferant „vorerst gesperrt“ würde.

Diese Strenge hat die Handelskette jetzt nach der ersten Instanz beim Betrugsprozess in St. Pölten jedenfalls nicht walten lassen. „Es ist richtig, dass REWE International AG jene Lieferanten sperrt, bei denen gravierende Abweichungen festgestellt werden. Das Fehlverhalten des Betriebes H. liegt bereits mehr als drei Jahre zurück und wir haben erst lange Zeit im Nachhinein von diesem Vorfall erfahren“, erklärte Pressesprecherin Corinna Tinkler auf schriftliche Anfrage der Oberösterreichischen Nachrichten. Franz H.s Betrieb nehme seit 2008 am Gütesiegelprogramm der Agrar-Markt-Austria teil. Aktuelle und vergangene Kontrollberichte hätten keine groben Mängel aufgezeigt, „weshalb keine Veranlassung für eine Sperre vorlag, beziehungsweise vorliegt“.

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streitet euch nicht und spart euch eure zeilen... · von oneo (6083) · 22.08.2010 10:21 Uhr

sondern schreibt alle an billa, daß ihr in zukunft das geschäft meidet. ihr kriegt zwar nur ein allgemeines schreiben, aber soviel ich weiß, kommt der lieferant 3 monate unter beobachtung.

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Billa · von Pilatus (9274) · 21.08.2010 10:30 Uhr

Da gehört jetzt auf grosser Front zu einem Boykott dieser Handelsfirmen aufgerufen und vielleicht denkt dann so mancher "Eierkopf", dass der Konsument Frischware will und auch bezahlt ......... und nicht abgelaufene, manipulierte Lebensmittel.

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Wenn schon, dann den Lieferanten ... · von stoeffoe (9009) · 21.08.2010 12:23 Uhr

... boykottieren.
Billa kann ja nix dafür.

Steht eh auf jedem Ei drauf: 2-AT-4548175 ...

Was für einen Sinn das haben sollte, ist allerdings nur dir klar.
Nimmt doch der Betrieb "seit 2008 am Gütesiegelprogramm der Agrar-Markt-Austria teil".

Den besten Leberkas gibts bei an Fleichhauer, der kürzlich beanstandet worden ist ...

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Artikel 20. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Hannes Fehringer
Bild vergrößern Nach Verurteilung in erster Instanz behält „Billa“ Lieferanten im Regal

In einem Wallseer Eierbetrieb wurde das Haltbarkeitsdatum verfälscht: Für Handelskette sind die Vorwürfe sozusagen verjährt.  Bild: feh

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