OÖN: Sie sind einer der Mitgründer der Veranstaltung und haben jahrelang Erfahrung. Verspüren Sie vor dem Bewerb trotzdem noch eine gewisse Nervosität?
Mayer: Nervös ist nicht der richtige Ausdruck. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon.
OÖN: Wie weit sind Sie und Ihre Kollegen mit den Vorbereitungen für den Powerman gediehen?
Mayer: Wir haben so weit alles abgeschlossen. Wir haben bereits vor zehn Monaten mit der Organisation begonnen. Meine Mitarbeiter unterstützen mich voll, vor allem die drei Damen im Eventzentrum in Weyer. Man kann sagen, dass die Organisation des Powerman in den Händen dreier Frauen liegt. Insgesamt arbeiten 600 Personen mit, damit die Veranstaltung über die Bühne gehen kann.
OÖN: Da hat sich ja zu den Anfangszeiten in den 1990er-Jahren einiges verändert. Haben Sie und Ihre zwei Mitgründer damals geglaubt, dass der Duathlon einen so hohen Bekanntheitsgrad erringt, wie das heute der Fall ist?
Mayer: Wir haben gewusst, dass etwas daraus werden kann. Dass die Entwicklung so positiv verlaufen ist, haben wir auch den verschiedenen Gemeinden, durch die die Strecke des Powermans führt, zu verdanken. Wir sind immer toll unterstützt worden.
OÖN: Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, in der Region einen Duathlon zu veranstalten?
Mayer: Günther Hönickl, Hans Stockenreitner (die beiden Mitgründer Anm.) und ich haben uns vor Jahren den Iron Man Europe in Roth bei Nürnberg angesehen. Da haben wir uns gedacht, dass wir so eine Veranstaltung im Kleinen auch in unsere Region verpflanzen können. Wir haben gewusst, dass wir keinen See zum Schwimmen haben, also haben wir beschlossen, dass wir einen Duathlon ausrichten. 1994/95 sind wir zur Powerman World Series hinzugestoßen. Der Powerman in Weyer ist dank dreier Enthusiasten entstanden.
OÖN: Sind Sie traurig, dass der Seriensieger Joerie Vansteelant (Bel) heuer nicht am Start ist?
Mayer: Nein, wir sind nicht böse darüber, da er die Konkurrenz so dominiert hat. Vansteelant hat uns schon im vergangenen Jahr darüber informiert, dass er heuer nicht antreten wird. Jetzt rechne ich mit einer sehr spannenden Herrenkonkurrenz.
OÖN: Wie viele Teilnehmer haben sich bisher angemeldet?
Mayer: Bisher sind zwischen 700 und 800 Teilnehmer angemeldet. Heuer ist allerdings erstmals ein kleiner Rückgang bei den Anmeldungen zu spüren. Der liegt aber im Prozentbereich. Der Grund für den leichten Rückgang ist, dass sich viele Langdistanz-Rennen rund um uns positioniert haben.
OÖN: Wie sieht es mit dem Budget aus?
Mayer: Das Budget zu erstellen war heuer ein bisschen schwierig. Wir haben etwa vom Land ein Drittel weniger Förderung erhalten. Wir haben deshalb geschaut wo Einsparungspotenzial vorhanden ist. Die Qualität der Veranstaltung darf darunter aber nicht leiden.
OÖN: Hat es bei einem Rennen bereits einmal eine größere Panne gegeben?
Mayer: Erst einmal. Damals ist ein Autofahrer in die Strecke gefahren, daraufhin hat ein Radfahrer abbremsen müssen und kam zu Sturz.
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