Mit 60 gipfelte der sportliche Höhepunkt des Stockschützenbesessenen Johannes Samwald. Mit der Organisation des ersten Sommer-Europacups schrieb er ein Stück Steyrer Sportgeschichte. Bislang wurden die internationalen Meisterschaften ausnahmslos auf Eis ausgetragen. Das wurmte den Steyrer. Der „Forellen“-Funktionär träumte von einer Premiere auf Sommerboden. Er setzte sich durch. Am 4. September des Vorjahres gewann Steyr das Rennen von vier Bewerbern auf dem grünen Tisch und erhielt den Zuschlag vom österreichischen Verband. Auf der Rennbahn passt alles: Infrastruktur, neuer SAPU-Belag, neu sanierte Ausstattung des Gebäudes und ein tatkräftiges Team. Die Generalprobe verlief bestens. Das Steyrer Sport-Großereignis findet vom 27. bis 29. August statt.
Samwald kennt seine Heimatstadt bestens und weiß viel von der guten alten Zeit Steyrs zu erzählen. Der ursprüngliche Birnstingl-Schütze lebt naturverbunden, ist tierliebend und wohnt in der Sommerzeit auf der „Buckligen Wiesn“ und im Winter im Kohlanger. Kurios, dass der „Austrianer“ kurzfristig zum Australier wurde. Die Steyrer Auswanderer der Nachkriegsjahre brachten auch den Eisstock ins Land der Kängurus mit. Die junge Generation knüpfte bei einem Steyrer Heimatbesuch die Freundesbanden mit den Stockschützen und lud seinen Sportverein „Forelle“ nach Australien ein. Der Teilnahme bei den Australian-Open stand nichts mehr im Wege. Die australischen Stocksport-Freunde statten zur-zeit Steyr einen Heimatbesuch ab.
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