Nur die Steyrtalstraße trennt die Tankstelle vom gegenüberliegenden Wohnhaus von Daspelgruber. Der Lärm über den sich der 71-Jährige beschwert, dringt aus der Waschbox sowie der Werkstätte. Laut den behördlichen Auflagen müssen, wenn die Waschbox und die Werkstätte in Betrieb sind, deren Türen geschlossen werden. „Es passiert immer wieder, dass die Türen offenstehen und wir vom Lärm belästigt werden“, sagt Daspelgruber. Viele Male habe er, nachdem Gespräche mit dem Besitzer nichts genutzt hätten, bereits die Polizei und die Bezirkshauptmannschaft (BH) Steyr-Land verständigt, so der Pensionist.
Herbert Hirschmann, früherer Besitzer und jetziger Prokurist der Tankstelle, kann die zahlreichen Beschwerden von Daspelgruber nicht nachvollziehen. „Ich habe Auflagen, die zu erfüllen sind, und das mache ich auch“, sagt er. Nur gelegentlich würde es zu Abweichungen kommen, wenn etwa ein Mitarbeiter vergesse die Tore der Waschbox zu schließen, so Hirschmann.
Anwalt eingeschaltet
Er hat mittlerweile seinen Anwalt eingeschaltet, der in einem Schreiben an Daspelgruber ein Betretungsverbot über ihn verhängt und den 71-Jährigen auffordert, keine Fotos von der Tankstelle mehr zu schießen. Auch bei der BH ist der Streit zwischen dem Pensionisten und dem Besitzer der Tankstelle bekannt.
Bei der Behörde möchten die Verantwortlichen in wenigen Wochen der Sache erneut nachgehen. „Wir werden im September eine Betriebsprüfung bei der Tankstelle machen und uns ansehen, ob die behördlichen Auflagen erfüllt werden“, sagt Otto Ecker, Bezirkshauptmann-Stellvertreter und Leiter der Anlagenabteilung. Bisherige Überprüfungen hätten laut Hirschmann aber nie Auflagenmängel ergeben.
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