Bewilligt waren Wohnungen, tatsächlich entfaltete der ATIB-Verein in dem ehemaligen Bauernhaus in Leonstein sein Vereinsleben. Der Hof war mit Autos zugeparkt, Anrainer beschwerten sich über Lärm. Die Bezirkshauptmannschaft verhängte gegen den Verein wegen des nicht genehmigten Jugendzentrums und Bethauses eine Geldstrafe.
Bei einer Begehung Mitte Juli stellte Bürgermeister Gerald Augustin (VP) fest, dass nun gemäß den Einreichplänen Wände für Wohnungen eingezogen worden sind. Der Gemeindechef hat aber Zweifel, dass die Sache bereinigt ist: „Nach meinen Erfahrungen werden die Zwischenwände wieder herausgerissen und der Betrieb geht weiter“. Meldezettel von Bewohnern am Gemeindeamt gebe es bisher noch keine.
Der Obmann des Leonsteiner ATIB-Vereines, Aydogdu Turgay, widerspricht der Vermutung des Bürgermeisters: „In den vergangenen Jahren ist viel verhaut worden von der Gemeinde und von uns“. Er führe die Geschicke des Vereines seit Jänner. Sein Vorgänger habe auch mit Sprachschwierigkeiten zu kämpfen gehabt, sagt Turgay, der fließend Deutsch spricht. Für den Vereinsbetrieb und die „Moschee“ für das Freitagsgebet sei man seit einem Jahr mit dem Schwesterverein ATIB-Obergrünburg nach einem Gebäude für einen gemeinsamen Verein auf der Suche. „Wir wollen dort niemanden stören“, sagt Turgay. Als übermäßig laut habe er aber auch die Zusammenkünfte in Leonstein nicht empfunden, das einstweilen als „Zwischenlösung“ noch für den Verein benutzt werde. Damit wäre aber wieder die Behörde auf den Plan gerufen, wegen einer erneuten widmungsfremden Verwendung des Vierkanters.
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