Schon im Juni hat die Landesregierung 25.699 Euro für die Planung und Erkundigungen bewilligt. Derzeit wird der bereits am Tisch liegende Umweltkataster des Bundeslandes für das Gebiet unter die Lupe genommen, in dem sich die Steyr ihren Weg durch eine enge Schlucht in das Alpenvorland bahnt.
„Die Hänge wurden zum Glück nie bewirtschaftet, wir haben damit unberührte Landschaft“, sagt Michael Brands von der Naturschutzabteilung des Landes. Kernbereich des neuen Naturschutzgebietes soll der Steyrdurchbruch in der Gemeinde Molln sein.
Hochalpine Pflanzen
Pflanzenkundler haben an den Ufern der Steyr Blumen und Kräuter gefunden, die man hier nie vermuten würde: Auf 400 Meter Seehöhe wachsen entlang der Schlucht Arten wie die Behaarte Alpenrose, Zwerg-alpenrose, Petergstamm, Jägerblut oder Beharter Germer, die sonst nur im Hochgebirge vorkommen.
Ein landschaftliches Kleinod ist auch die „Rinnende Mauer“ unterhalb der Mündung der Krummen Steyrling. Aus dem porösen Konglomeratgestein sprüht wie aus einer großen Brause sieben Meter über dem Fluss angestautes Grund- und Hangwasser.
Die Unterschutzstellung soll nun nachhaltig menschliche Eingriffe fernhalten. „Derzeit aber befinden wir uns noch im Anfangsstadium“, sagt Brands.
Aus der Sichtung der schützenswerten Zonen soll in den kommenden Monaten zunächst eine Grenzziehung des neuen Naturschutzgebietes getroffen werden. Dann hat man eine Basis, mit der man mit den Grundstücksbesitzern in Verhandlungen treten wird. Ein Grundsatz gilt für Brands auch bei dem neuen Naturschutzgebiet: „Wir werden bei allem die Zustimmung der Grundeigentümer suchen“. Ein konkretes Projekt soll nächstes Jahr auf dem Tisch liegen.
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