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Oberösterreich  > Steyr

Erinnerungen eines Klosterzöglings: „Prügel für alles“

STEYR. Priester haben die Schlüsselbunde wie Schlagringe benutzt und die Heimkinder im Kloster Gleink verprügelt. In seiner Erzählung „Der Klosterzögling“ (Bibliothek der Provinz) arbeitet Franz Josef Stangl die Ohnmacht eines Buben und das Versagen des Jugendamtes damals auf.

9 Kommentare 02. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
erichb. (1)
07.03.2011 11:49 Uhr
kinder als lästiges übel betrachte

ich wahr von 1972-1978 in gleink!es hat sich in dieser zeit nichts geändert!im speisesaal 350 kinder,!einer hat gesprochen er muste aufstehen und bekam einen ganzen tag nichts zu essen.am ärgsten wahr der chef(pater maier und sein vize lemmer der sogar dann straffersetzt wurde).das jugentamt kontrollierte 2 mal im jahr,frassen und soffen mit dem pfaffen und fuhren wieder nach hause.kinder haben sie natürlich nie gesehen.so viel zum sooo genannten jugendamt.prügeln,und vor allem sexuelle übergriffe wahren an der tagesortnung.die lehrer und erzieher schauten einfach weg,obwohl sie wußten was sich abspielt.aber sie wohlten natürlich den gutbezahlten job nicht verlieren.

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FranzJosefStangl (252)
03.07.2010 10:30 Uhr
Offener Brief an die OÖ Landesregierung

Da ich mit vielen ehemaligen Zöglingen die in Anstalten des Bundeslandes Oberösterreich untergebracht waren in Kontakt bin, sehe ich die Dringlickeit einer Anlaufstelle außerhalb der kirchlichen einzurichten. Obwohl LH Pühringer und a. etliche Male höflich zeitgerecht zur Lesung und Diskussion im Alten Rathaus eingeladen worden sind, ist außer Frau LR Wageneder niemand erschienen. Offensichtlich sind wir das der OÖ-Politik nicht wert. Landesrat Reheis in Tirol und Landesrätin Scharer in Salzburg haben die Notwendigkeit erkannt und Anlaufstellen für Missbrauchte eingerichtet. Die Bundesregierung lehnt ohne Angabe von nachvollziehbaren Gründen die Einrichtung einer Kommission ab, die oben genannten LR wollen nicht auf den Bund warten. (LR Scharer). Für "uns" ist weder die so genannte "Klasnic-Kommission" zuständig, noch irgeneine der immer wieder ins *Spiel* gebrachten Kinder-und Jugendschutzeinrichtungen. Des weiteren wäre es angebracht die Wegscheid-Ausstellung aus der Kammer zu holen.

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schwester (453)
02.07.2010 16:52 Uhr
Ich war ein Jahr in

in Steyr, in St.Anna.
Da war es für viele Mädchen ähnlich.
Wie es für die Buben war, weiß ich nicht!
Den Mädchen, welche entweder keine Eltern hatten oder aus einem desolaten Elterhaus kamen, wurde bei Aufmucken immer wieder mit Gleinck gedroht!
Ein Heim für scher eziehbare Kinder und Jugendliche, hat man uns gesagt.
Dass es dort sehr rau zuging, war allgemein bekannt.
Das Jahr in St.Anna war eine meiner schlimmsten Zeiten in meinem Leben!
Mein Bruder war eine Zeit lang in Leonstein, er schweigt darüber.

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FranzJosefStangl (252)
02.07.2010 20:16 Uhr
Ich hoffe sehr, und wünsche Ihnen,dass

Sie das Jahr in St.Anna halbwegs verkraftet haben. Ein Freund von mir, Jenö A.Molnar war viele viele Jahre in Leonstein. Vielleicht kennt ihn Ihr Bruder. "Wir waren doch nur Kinder" ist ein Buch über die Jahre in Leonstein. Nicht umsonst wurde der Spruch "Wennst net brav bist, kommst nach Gleink" zur Redewendung. Es war eine äußerst üble Anstalt, eine Kinderkaserne.Ein Pädagoge schrieb in den 1960er Jahren in einer Zeitschrift von "Kasernendrill und Klostersuppe". Das Essen war nicht übel, zumindest nicht für mich der ich zuvor schon einige gewöhnt war, aber der Kasernendrill ist nicht übertrieben. Es wird allerhöchste Zeit,dass sich das Land OÖ der Aufarbeitung seiner "Heime" widmet. Ob Wegscheid, Gleink, Leonstein,St.Anna etc. . In Salzburg und Tirol ist man einen Schritt weiter, dort gibt es Anlaufstellen/Koordinationsstellen für ehemalige Heimkinder auch außerhalb konfessioneller Anstalten. Ganz üble Verbrechen sind dort geschehen. mfg Franz Josef Stangl heimkind@chello.at

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HKVD (3)
02.07.2010 08:33 Uhr
Prügel von der Kirche

Auszug aus www . exheim . de

Hallo Hans Bert, wir sind zusammen zur Grundschule gegangen. In der 2. Klasse, da waren wir sieben Jahre alt, hat der Pfarrer Ruppertzhoven Anton 86-11, n. r. Domkaplan., GR, EDech., in Wegberg / Dalheim-Rödgen verstorben 1967, dich dermaßen zusammengeschlagen, dass es für mich noch bis heute einen Schock hinterlassen hat. Ich kannte auch Schläge, aber soviel Brutalität habe ich noch nie gesehen. Es wurden nur die Kinder aus dem Kinderdorf so misshandelt. Ein Mädchen in der Schule mit dem Namen Alice machte sich dabei vor Angst immer in die Strumpfhose.

Ich bin jetzt Polizeibeamter und werde Dir beistehen. Das Unrecht muss aufgearbeitet werden.

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unbekannt (1588)
02.07.2010 17:06 Uhr
warum?

ich werde nie verstehen, warum sie nicht schon längst diese Verbrecher vor den Staasanwalt bringen?
als polizeibemater wären sie verpflichtet, alles was sie erfahren auch dem Gericht anzuzeigen. Schadneersatz zu fordern für die geschundene Kinder. Die Kirche ist eine Mafia. vor der auch heute alle Angts haben. ich habe einige beaknnte, die liebdne gerne austretn woürden, aber sofort von der kirche gestanzt würden. als polizeibeamter müssten sie auch herrn schwarz und herrn shcönborn wegen mitwisserschaft und beihilfe anzeigen

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FranzJosefStangl (252)
02.07.2010 17:38 Uhr
verstorben 1967

Diese Verbrechen sind längst verjährt.Wie man so sagt. Die Verbrecher gestorben. Damals hat es niemanden interessiert, erst heute können Opfer offen darüber sprechen und finden dankenswerter Weise Gehör.

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FranzJosefStangl (252)
02.07.2010 11:05 Uhr
Kinder aus dem Kinderdorf...

...haben in der Regel keine Eltern mehr. Es ist dann leicht die Schwächsten der Schwachen zu verprügeln. Die Folterknechte mussten nicht befürchten,dass die Geprügelten dies ihren Eltern-da nicht vorhanden-erzählen. Den Jugendbehörden war dieser "Abfall" herzlichst egal. Man verfuhr mit uns wie mit toten Gegenständen.Wir bekamen eine Nummer, eine Aktenzahl, wir waren nicht mehr wie diese Nummern. Nummern haben keine Gefühle.So waren wir für diese Gestalten keine Menschen. Und für viele sind wir es bis heute.

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FranzJosefStangl (252)
02.07.2010 08:11 Uhr
Ich danke Herrn Fehringer

und den Oberösterreichischen Nachrichten für die Buchvorstellung und Berichterstattung über die Missstände in Gleink und anderen Erziehungsanstalten. Ich hoffe,dass sich die jeweiligen Verantwortlichen und Nachfolger nicht länger hinter einer Schweigemauer verstecken. Verbrechen an Kindern dürften eigentlich niemals verjähren, die Täter sind somit aus dem Schneider, die Missbrauchten tragen ihr ganzes Leben lang diese Last mit sich. Es ist eine Frage der Moral und Ethik sich der Verantwortung zu stellen, aber damit scheint es Probleme zu geben. Mit besten Grüßen, Franz Josef Stangl heimkind@chello.at

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