Die Forscher von Profactor arbeiten momentan an mehrern Projekten. Eines davon nennt sich RADHAR. Dabei entwickeln die Forscher einen intelligenten Rollstuhl, der seine Umgebung und den Benutzer des Rollstuhls aktiv wahrnimmt. Mit einem System, das mit einem Autopilot verglichen werden kann, wird der Benutzer des Rollstuhls sicher von A nach B gebracht. Die Person selbst kann den Grad der Autonomie beeinflussen.
Bis das Gerät in den Handel kommt, werden aber noch ein paar Jahre vergehen. „Wir beginnen gerade mit der Forschung. Es dauert sicher noch zwischen fünf und sieben Jahre bis das Produkt am Markt erhältlich ist“, sagt Andreas Pichler, Leiter der Abteilung Robotik und adaptive Systeme bei Profactor. Die Kosten für die Entwicklung belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. 75 Prozent davon fördert jedoch die EU. Beteiligt an der Entwicklung sind neben Profactor sieben Partner aus verschiedenen Ländern aus Europa. „Koordiniert wird die Forschungsarbeit von der Universität Leuven in Belgien“, sagt Pichler.
Roboter für den HaushaltIn einem zweiten Projekt, das unter dem Namen SRS läuft, entwickeln die Forscher einen Haushaltsroboter, der körperlich beeinträchtigte Personen im Haushalt unterstützen soll. Der Roboter arbeitet dabei solange autonom, bis er eine Problemstellung nicht mehr alleine lösen kann. „Dieses Projekt haben wir im Februar gestartet“, sagt Pichler. Auch hier ist ein Konsortium, das aus zehn Partnern in ganz Europa besteht, eingebunden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf fünf Millionen Euro. Koordiniert wird die Entwicklung von der walisischen Cardiff-University.
Profactor möchte durch den vermehrten Einsatz der sogenannten Robotik-Technologie aber keine Arbeitsplätze gefährden. „Die Menschen sollen sich durch die Technik nicht bedroht fühlen, sondern von Robotern an ihrem Arbeitsplatz unterstützt werden“, sagt Pichler. (cb)
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