Die Bürgerinitiative, die die Unterschriften gesammelt hat, wirft Bürgermeister Harald Schöndorfer (VP) vor, dass er die Gesundheit der Anrainer vernachlässige. Diese wohnen rund 50 Meter neben der Fläche auf der der Mast errichtet werden soll. „Der ist dann genauso nahe am Wohngebiet wie der bisherige Mast. Das Krebsrisiko, dem die Anrainer ausgesetzt sind, bleibt hoch“, sagt Ernst Binder, FP-Gemeinderat und Mitglied der Bürgerinitiative. 47 Meter soll der neue Mast in die Höhe ragen. Ein neuer Standort muss her, da der Lagerhaus-Silo abgerissen wird.
Binder hat nun ein Schreiben an den Stadtchef geschickt, in dem er Schöndorfer bittet, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Zuvor hatte der Bürgermeister per Brief die betroffenen Bewohner über die Pläne informiert. „Wir sind noch in der Prüfungsphase. Wir haben Pläne von der Betreiberfirma bekommen, die wir uns ansehen. Die Bedenken der Anrainer nehme ich natürlich ernst“, sagt Schöndorfer. In dem Schreiben, das den OÖN vorliegt, steht auch, dass den Nachbarn keine Parteistellung zukommt, sondern diese lediglich ein Anhörungsrecht hätten. Eine Formulierung, die Binder besonders ärgert. „Es kann nicht sein, dass wir kein Mitspracherecht haben.“ Schöndorfer sieht die Sache jedoch anders. „Das sieht die gesetzliche Situation so vor. Darauf kann ich keinen Einfluss nehmen“, sagt er.
Hochregallager scheidet aus
Der Vorschlag der Bürgerinitiative, den Mast auf dem Hochregallager der Firma Packit zu befestigen, sei nicht machbar. „Das ist technisch nicht möglich, haben mir Experten erklärt“, sagt Schöndorfer.
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